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USA & Iran: Krise spitzt sich weiter zu

13. Januar 2012 • Politik

Die gespannte Lage zwischen dem Iran und der westlichen Welt verschärft sich zunehmend. Wie die „New York Times“ am Freitag berichtete, habe die US-Regierung mit mithilfe von „geheimen Kommunikationskanälen“ eine direkte Warnung an Ajatollah Ali Chamenei, Religionsführer und die oberste Autorität im Iran, übermittelt.

Nach Meldungen über ein Ölembargo durch die EU und Verschärfung von bereits eingesetzten Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen den Iran, hatte der Iran seinerseits gedroht die Meerenge von Hormus zum Persischen Golf, die eine der weltweit wichtigsten Ölhandelsrouten ist, zu schließen.

Washington verschärft den Ton gegenüber dem Iran

In der Warnung, die laut Bericht der „New York Times“ vom Freitag, an Ajatollah Ali Chamenei übermittelt wurde mahnt die US-Regierung den Iran. Eine Blockade der strategisch wichtigen Seestraße von Hormus würde die „rote Linie“ überschreiten – und eine Reaktion von amerikanischer Seite provozieren, hieß es in dem Papier, wie die „New York Times“ unter Berufung auf Mitglieder der US-Regierung berichtete.

Vereinigte Staaten würden im Ernstfall Blockade der Öltransportroute verhindern

Laut US-Generalstabschef, Martin Dempsey, habe der Iran durchaus die Möglichkeit, die Öltransportroute im Persischen Golf für einen gewissen Zeitraum zu sperren. „Wir haben jedoch darin investiert, dafür zu sorgen, dass wir dies in solch einem Fall abwehren können“, sagte Dempsey. Wie „N24“ am Freitag, unter Berufung auf Angaben des US-Militärs berichtete, traf der Flugzeugträger „USS Carl Vinson“, mit knapp 80 Hubschraubern an Bord, schon am Montag in der Golfregion ein. Die „USS Carl Vinson“ bekommt weitere Unterstützung vom Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“, der ebenfalls auf dem Weg vom Indischen Ozean ins Arabische Meer ist.

US-Militäreinsatz ist nicht die ideale Lösung

Eine militärische Intervention, die dafür sorgt, dass Iran die Seestraße von Hormus nicht permanent blockieren kann, ist nicht das ideale Szenario. Ein Militäreinsatz im Persischen Golf könnte die Weltwirtschaft belasten. Durch die Meerenge von Hormus werden rund 40 Prozent des weltweit auf dem Seeweg transportieren Öls befördert.

Es ist auch nicht abzusehen wie sich ein möglicher Militäreinsatz im Golf auf die diesjährige Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten auswirken könnte.

Konsequenzen eines Militäreinsatzes nicht absehbar

Admiral Jonathan W. Greenert, Einsatzleiter bei der US-Marine sagte der „New York Times“: „Wenn Sie mich fragen, was mich nachts wach hält, dann ist es die Straße von Hormus und all das, was gerade im Arabischen Golf geschieht.“ Vor allem bereiteten mögliche Provokationen übereifriger Marinekapitäne der Revolutionsgarden den USA Sorgen, schrieb das Blatt.

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