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Das neue iPad: Apple läutet fulminant die Post-PC Ära ein

8. März 2012 • Wissenschaft & Technik

Mit der Vorstellung des neuen iPads läutet Apple nun endgültig den Beginn der Post-PC-Welt ein. Das kompakte Tablet ist etwas dicker, dafür aber mit einem wesentlich besseren Bildschirm und einem schnelleren Grafik-Prozessor ausgestattet. Das neue iPad kann durch eine bessere Kamera Videos in voller HD-Auflösung aufnehmen und unterstützt den noch schnelleren Datenfunk-Standard LTE.Wie immer bei der Vorstellung eines neuen Apple-Produkt waren die Spekulationen und die Erwartungen der Öffentlichkeit schon Wochen im Voraus überwältigend. Allein die Frage, wie die dritte iPad Generation denn nun heißen wird -iPad 3 oder iPadHD waren beide im Gespräch- erhitzte die Gemüter, nicht nur in der Tech-Branche. Nun ist es da und heißt schlicht und einfach „das neue iPad“. Doch was kann es, und wird Apple auch mit diesem Tablet an seine Erfolge anschließen und seine Position als Marktführer halten können?

Das sind die Neuerungen beim neuen iPad

Fieberhaft wurde die Präsentation des neuen iPads von Branchen-Insidern und Fans der Geräte erwartet. Wie es scheint hat Apple, in alter Tradition, mal wieder einen Coup gelandet. Die Konkurrenz muss sich auf Fälle warm anziehen, wenn sie mit den Entwicklern aus Cupertino mithalten will.

Bildschirm und Kamera: Das neue iPad kann mit einem besseren 3,1 Millionen Pixel Bildschirm aufwarten. Wie schon beim iPhone kommt nun auch beim Tablet ein sogenanntes „Retina Display“ zum Einsatz, das auf eine bestimmte Entfernung keine Pixel mehr erkennen lässt. Mit 2048 zu 1536 Pixel ist die Auflösung beim neuen iPad deutlich höher als bei einem HD-Fernseher. Da die Technolgie für den neuen Bildschirm mehr Platz braucht, ist das Gerät mit 9,4 statt 8,8 Millimeter auch etwas dicker als sein Vorgänger. Auch bei der Kamera des neuen Gerät gab es Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Das neue iPad kann durch eine bessere Kamera Videos in voller HD-Auflösung aufnehmen.

Batterie & LTE: Die Batterielaufzeit des iPad soll weiterhin zehn Stunden betragen. Sogar im Betrieb mit LTE, des neuen Datenfunkstandards, der sich gegenwärtig im Aufbau befindet, soll das Gerät noch neun Stunden leisten. LTE gilt bislang als eine stromfressende Anwendung, aber wie es aussieht wurde das iPad dfaür optimiert.

iPhoto für iPad: Die Apple Bearbeitungs-und Management Software für Fotos iPhoto gibt es nun auch auf dem iPad. Mac-Nutzer kennen sie bereits, nun wurde die Applikation auch für Tablet-Nutzer optimiert.Auf dem neuen Gerät kann man Fotos mit einer Auflösung von bis zu 19 Megapixeln bearbeiten – das sollte auch anspruchsvolle Fotografen zufriedenstellen. Damit setzt Apple ein weiteres Signal zur Intergration von Medien auf einem einzigen Gerät – dem Tablet.

Apple in einer Post-PC, Post-Steve-Jobs-Welt

Die Vorstellung des neuen iPads war gleichzeitig auch die erste Vorstellung eines Apple-Tablets ohne Steve Jobs. Der Firmengründer, der die Präsentationen neuer Geräte zum Über-Event stilisiert hatte, war im vergangenen Oktober verstorben. Tim Cook, CEO von Apple und Nachfolger von Steve Jobs, griff zu Beginn der Präsentation am Mittwochabend den Begriff der „Post-PC-Welt“ auf, den Jobs selbst in Umlauf gebracht hatte. „Wir sprechen von einer Welt, in der der PC nicht mehr das Zentrum ihrer digitalen Welt ist. Es ist eine Welt, in der die Geräte, die Sie am meisten nutzen, persönlicher und mobiler sein müssen als der PC es jemals war.“ Zum Hintergrund des Apple-iPads erklärte Cook weiter: „Als wir das iPad entwarfen, wollten wir nicht ein neues Gerät, sondern eine neue Kategorie erschaffen.“

Die Vorstellung des neuen Gerätes, die traditionell von Firmengründer Steve Jobs fulminat präsentiert wurde, überließ Cook Marketingchef Schiller. Apple-CEO Tim Cook übernahm in San Francisco die Vorstellung der neuen Version der Wohnzimmer-Box AppleTV, die in Zukunft Videos in der vollen HD-Auflösung von 1080 Zeilen auf den Fernseher bringen soll.

Kann Apple mit dem neuen iPad seine Position als Marktführer weiter ausbauen?

Mit dem Erscheinen der ersten iPad-Generation vor zwei Jahren hatte Apple den bereits totgesagten Sektor der Tablet-PCs wieder zum Leben erweckt.Nach wie vor führt das Unternehmen aus Cupertino den Weltmarkt in der Sparte an. Allein im letzten Weihnachtsquartal verkaufte sich das iPad 15 Millionen mal. Insgesamt wurden bislang 55,3 Millionen Geräte abgesetzt. Tablets und andere Geräte der Post-PC Ära machten allein im letzten Jahr bereits 76 Prozent des Konzernumsatzes aus, erklärte Cook.

Eine klare Kampfansage an die Konkurrenz war auch die Präsentation am Mittwochabend. Marketingchef Schiller setzte einen klaren Schwerpunkt auf die Demonstration von anspruchsvollen Spielen auf dem iPad. AppleTV ermöglicht außerdem das Spielen auf dem Fernsehbildschirm. 

Besonders der schnelle wachsende Konkurrent Google soll mit dem neuen iPad zurückgedrängt werden. Dessen Betreibssystem Android ist auf verschiedenen Geräten einsätzbar und wird immer populärer. In einem direkten Seitenhieb auf den Internetgiganten zeigte Cook auf der Bühne, dass Apps auf einem von Adroid betriebenen Tablet deutlicher schlechter aussehen, als auf den neusten Apple-Bildschirmen.

Das neue iPad noch in diesem Monat im Handel

Das neue iPad soll ab 16. März im Handel erhältlich sein. Wie immer ist am Tag des Erscheinens mit Warteschlangen von Frühaufstehern zu rechnen. Der Preis des Apple-Tablets soll auch in der dritten iPad-Generation stabil bleiben. Zunächst wird auch der Vorgänger, das iPad 2, noch im Handel bleiben und durch eine Preissenkung den billigeren Tablets anderer Hersteller Konkurrenz machen. Das günstigste iPad 2 kostet in Deutschland nun 399 Euro.

Video der Präsentation

Apple zum iPad

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