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Wulff-Nachfolge: Die Hälfte der Deutschen wünscht sich Joachim Gauck

19. Februar 2012 • Politik

Eine Umfrage, nur einen Tag nach dem Rücktritt von Christian Wulff vom Amt des Bundespräsidenten, zeigt, 54 Prozent der Deutschen befürwortet die Wahl von Joachim Gauck zum Staatsoberhaupt. Der DDR-Bürgerrechtler war bereits 2010 für die Wahl nominiert. Damals hatte sich Christian Wulff im dritten Wahlgang gegen ihn durchgesetzt.Einer Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ zufolge wünscht sich gut jeder zweite Deutsche Joachim Gauck als neuen Bundespräsidenten.

Bundesbürger haben genug  von Politikern

Dass nach der langwierigen Affäre um Christian Wulff, Politikern in Deutschland nicht besonders hoch im Kurs stehen, dürfte niemanden überraschen. In der Umfrage sprachen sich fast 80 Prozent der Befragten für einen Bundespräsidenten aus, der nicht aus der Politik kommt. Nur 16 Prozent wollten einen ausgewiesenen Parteipolitiker im Amt des Staatsoberhaupts.

Trotz Wulff halten die Deutschen ihren Präsidenten für relevant

Die Umfrage zeigte auch, dass immerhin 69 Prozent der Bundesbürger das Amt des Bundespräsidenten für relevant halten. Und das trotz des Skandals um den letzten und der etwas beleidigten Aufgabe des vorletzten Präsidenten Köhler.

Auch am Sonntag wollen die Spitzen der Koalition aus CDU,CSU und FDP ihre Beratungen über einen möglichen Nachfolger fortsetzen. Aufgrund der nur marginalen Mehrheit der Regierungsparteien in der Bundesversammlung muss ein Kandidat gefunden werden, der auch bei der Opposition Anklang findet.

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