MENU

Leichenfotos von US-Soldaten sorgen für Eklat

19. April 2012 • Politik

Ein neuer Skandal erschüttert das internationale Bild von US-Soldaten in Afghanistan. Mehrere Fotos zeigten amerikanische Soldaten beim Posieren beim Posieren mit Körperteilen toten afghanischen Selbstmordattentätern.

„Ich verurteile schärfstens, was man auf diesen Fotos sieht“, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta in Brüssel. Eine Bestrafung der Schuldigen würde schnellstmöglich erfolgen. „Im Namen der Regierung der Vereinigten Staaten“ sprach er seine Entschuldigung aus.

Skandalserie reißt nicht ab

Am Mittwoch veröffentlichte die Zeitung „Los Angeles Times“ schockierende Bilder. Diese zeigten uniformierte Männer mit blutigen abgetrennten Beinen und anderen Leichenteilen. Es ist bereits der diesjährig vierte Skandal der amerikanischen Truppen in Afghanistan. Angaben Panettas nach stammen die Fotos aus dem Jahr 2010.

Die Bilder erhielt die Zeitung nach eigenen Angaben von einem anonymen US-Soldaten. Er wolle weitere Vorfälle dieser Art verhindern.

„Dies ist Krieg“

„Ich möchte auch dies sagen: Dies ist Krieg. Und ich weiß, dass Krieg schmutzig und gewalttätig ist“, sagte Panetta. „Und ich weiß, dass junge Leute manchmal in der Hitze des Augenblicks sehr dumme Entscheidungen treffen.“ Panetta führte weiter aus: „Ich entschuldige sie nicht, ich entschuldige dieses Verhalten nicht. Aber ich möchte nicht, dass diese Fotos unseren Leuten und unserer Beziehung zum afghanischen Volk weiteren Schaden zufügen.“

Trotz der Bitten seines Ministeriums entschied sich die „Los Angeles Times“ für die Veröffentlichung der Bilder. „Diese Art von Fotos ist in der Vergangenheit vom Feind benutzt worden, um zur Gewalt anzustacheln. Und Menschen sind als Folge der Veröffentlichung von Fotos dieser Art in der Vergangenheit gestorben“, kritisierte Paletta die Entscheidung. Die Zeitung teilte mit, die Veröffentlichung erfolgte, um unabhängig und unparteiisch über „alle Aspekte der amerikanischen Mission in Afghanistan“ zu berichten.

Kommentare sind geschlossen-

« »