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Krankenkassen: Mehrheit der Deutschen will dass Versicherer die Milliardenüberschüsse behalten

14. März 2012 • Politik

Einer neuen Umfrage zufolge ist die Mehrheit der Bundesbürger dafür die Milliardenüberschüsse, die die gesetzlichen Krankenkassen erwirtschaftet haben, bei den Kassen zu belassen. Damit plädiert eine Mehrheit der Deutschen auch gegen die Abschaffung der Praxisgebühr die als möglicher Verwendungszweck für die Überschüsse im gespräch war.

Am heutigen Mittwoch wurde eine von dem Magazin „Stern“ in Auftrag gegebene Umfrage veröffentlicht die besagt, dass die Mehrheit der Deutschen dafür ist die Milliardenüberschüsse bei den gesetzlichen Versicherern zu belassen.

Mehrheit der Deutschen will, dass die Rekord-Überschüsse bei den Kassen bleiben

Laut der Umfrage sind ganze 53 Prozent der Bundesbürger der Meinung die Kassen sollten die Überschüsse weiterhin verwalten. Nur 43 Prozent der Befragten plädierten dafür die Gelder den Versicherten zukommen zu lassen. Besonders die Anhänger der Unionsparteien und der SPD (jeweils 57 Prozent), der Grünen (60 Prozent) und der Piraten (68 Prozent) wollen die Milliarden-Reserven lieber bei den Kassen belassen. Sogar eine Mehrheit der Linken-Wähler (52 Prozent), die befragt wurden, befürworten diese Lösung.

Die große Frage: Was tun mit den Milliardenüberschüssen?

In den vergangegen Quartalen ist es den Krankenkassen gelungen eine Rekord-Reserve in Höhe von 19,5 Milliarden Euro anzuhäufen. Auch bei den Bundesparteien und innerhalb der Regierungskoalition kam es schon zu Querelen über eine adäquate Verwendung der Gelder. Die Linke und Teile der FDP wollten Patienten durch die Abschaffung der Praxisgebühr entlasten. Auch die Verwendung der Überschüsse zum Staatsschuldenabbau wurde bereits debattiert. Außerdem ist eine Mini-Beitragsenkung im Gespräch. Die Kassen selbst argumentieren, dass sie das Polster benötigen und, dass es sich in den kommen drei Quartalen ohnehin noch verringern wird.

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