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Interesse an E-Books steigt rasant

3. April 2012 • Wissenschaft & Technik

Immer mehr Menschen kaufen ihre Bücher in digitaler Form. Fast jeder vierte Buchinteressierte hat bereits ein elektronisches Buch genutzt. Im vergangenen Jahr zahlten rund 14 Prozent der gelegentlichen Buchkäufer oder -leser für ein belletristisches E-Book.Dies geht aus einer Studie der Universität Hamburg hervor. Kostenfreie E-Books und Leseproben nutzten zudem weitere 9 Prozent.

Umsatzanteil von 50 Prozent in fünf Jahren

An eine ähnliche E-Book-Explosion wie in den USA glaubt Professor Michael Clement, einer der Leiter der Studie. „Wir gehen davon aus, dass E-Books in den kommenden fünf Jahren auch in Deutschland im Weihnachtsgeschäft einen Anteil von 50 Prozent der Buchumsätze ausmachen werden.“ Die hohe Bedeutung des Buches als Kulturgut werde auch in Deutschland mit der Zeit abnehmen.

Im Schnitt legten E-Book-Käufer 57 Euro für ihre elektronischen Bücher innerhalb des letzten Jahres auf den digitalen Verkaufstresen. Mit einem durchschnittlichen Preis von 15,84 Euro schätzten sie den Preis eines E-Books zudem realistisch ein, heißt es in der Studie. Anders verhält es sich bei den E-Book-Verweigerern: Sie nannten zu hohe Preise als Hauptursache, warum sie bislang nicht  zugriffen.

Zusatzinhalte als Kaufanreiz und Vorteil gegenüber gedruckten Büchern

Besonderen Wert legen viele Leser auf Zusatzinhalte. Gerade Suchfunktionen, Bilder und Übersichten zum Inhalt sind Käufern wichtig. Auch vertiefende Informationen zum Buchthema und zum Autor sind für viele von Bedeutung. Weniger relevant sind hingegen Videos, Audios und Interaktivität.

Verweigerer setzen auf Haptik

Neben den vermeintlich hohen Preisen bleiben E-Book-Nicht-Lesern vor allem wegen der haptischen Eigenschaften der gedruckten Versionen bei Papier-Büchern. „Es sind vor allem haptische Aspekte, wie die Möglichkeit, Bücher beim Lesen in die Hand zu nehmen oder sie ins Regal zu stellen. Zudem sind gedruckte Bücher auch praktisch – zum Beispiel am Strand“, meint Studienautor Tim Prostka. Viele Befragte gaben außerdem an, nicht auf einem Bildschirm lesen zu wollen.

Amazon mit Marktführerschaft

Bereits früh setzte das Internet-Versandhaus Amazon auf die digitalen Bücher und das zahlt sich nun aus. Mit 57 Prozent beziehen mehr als die Hälfte aller E-Book-Leser ihre Bücher von Amazon. Auf Platz zwei folgt Apples iTunes mit 27 Prozent, gefolgt von Thalia mit 18 Prozent, Weltbild/Hugendubel mit 14 Prozent und Libri mit 9 Prozent.

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