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Günter Grass übt Kritik an israelischer Haltung gegenüber Iran

4. April 2012 • Panorama

In einem in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichten Gedicht übte Literaturnobelpreisträger Günter Grass heftige Kritik an der Politik Israels. Die Haltung gegenüber dem Iran sei nicht angemessen und stelle eine Gefahr für den Frieden dar.Der 84-Jährige bekundete jedoch auch seine Verbundenheit mit Israel.

Literarische Kritik

„Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?“, schrieb Grass. Weiterhin fordert er, „dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.“

Zudem kritisiert Grass geplante U-Boot-Lieferungen „aus meinem Land“ nach Israel.

Moralischer Fehltritt von 2006

Für einen Eklat hatte Grass im Jahr 2006 gesorgt. In seiner damals veröffentlichten Autobiographie „Beim Häuten der Zwiebel“ bekannte er seine Mitgliedschaft als 17-Jähriger bei der Waffen-SS am Ende des zweiten Weltkriegs. Dies brachte ihm zum Teil heftige Kritik ein. Besonders schwer wogen die Vorwürfe, seine SS-Zugehörigkeit jahrzehntelang verschwiegen zu haben, obwohl er andere immer wieder aufgrund ihrer NS-Vergangenheit öffentlich kritisierte.

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