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Amoklauf in Afghanistan: Täter wieder in den USA

17. März 2012 • Politik

Der mutmaßliche Amokläufer von Afghanistan ist laut US-Medienberichten in ein Militärgefängnis im US-Bundesstaat Kansas gebracht worden. Wie die „New York Times“ berichtet, ist der US-Soldat Robert Bales in Fort Leavenworth eingetroffen.

Das Blutbad im Pandschawi-Distrikt der südafghanischen Provinz Kandahar am vergangenen Sonntag hat weltweit für Entsetzen gesorgt und die ohnehin schon angespannten Beziehnungen zwischen den USA und Afghanistan weiter verschärft. Unter den Opfern befanden sich neun Kinder.

Prozess findet in Heimat des Täters statt

Der verheiratete Familienvater befinde sich in einer Einzelzelle im mittleren Sicherheitsbereich. Der Prozess soll dem mutmaßlichen Amokschützen in seiner Heimat gemacht werden.

Die bislang vom US-Verteidigungsministerium geheim gehaltene Identität des Unteroffiziers wurde am Freitag zusammen mit weiteren Details von US-Medien veröffentlicht. Seit Dezember befand sich Bales in Afghanistan.

„Am Ende wird es eine Kombination aus Stress, Alkohol und häuslichen Problemen sein – er ist einfach ausgerastet“, sagte ein Regierungsbeamter der „New York Times“. Die Mutmaßungen über Eheprobleme als Auslöser der Tat bezeichnete der Anwalt Bales, John Henry Browne, indes als „Unsinn“. Aus diesem Grund zweifle er auch an den Vermutungen, dass Stress und Alkohol eine entscheidende Rolle bei der Tat spielten.

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