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70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz

20. Januar 2012 • Deutschland

Am 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz erinnert am Freitag Bundespräsident Christian Wulff in der Berliner Gedenkstätte an die systematische Ermordung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten. Auf die Ansprache des Bundespräsidenten zum 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz wollen Historiker bei einer internationalen Tagung über neue Erkenntnisse zu Verlauf und Folgen der Wannsee-Konferenz debattieren.

Israelischer Minister nimmt an Gedenkfeier teil

An der Gedenkfeier für den Jahrestag soll auch der israelische Minister Yossi Peled teilnehmen. Peled wurde 1941 in Belgien geboren und zusammen mit seiner Schwester von einem christlichen Ehepaar adoptiert. So entging er der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg, kehrte seine Mutter zurück und brachte ihn nach Israel. Seit Februar 2009 hat Peled einen Sitz im israelischen Parlament Knesset.

Zäsur in der Geschichte des Holocaust

Das Haus am Wannsee ist eine permanente Gedenkstätte und Ausstellung über den Holocaust und die Wannsee-Konferenz im Besonderen. Am 20. Januar 1942 hatten im Gästehaus der Sicherheitspolizei am Großen Wannsee 15 Spitzenbeamte der Nationalsozialisten über die „Endlösung der Judenfrage“ beraten. Die Wannsee-Konferenz gilt als Zäsur in der Geschichte des Holocaust. Protokolle der Konferenz zeigen die systematische Erfassung der jüdischen Bevölkerung Europas und Pläne zu ihrer Vernichtung. Die Konsequenz der Konferenz war eine Steigerung der bis dahin auf einzelne Regionen begrenzten Mordaktionen an den Juden hin zu dem systematischen Völkermord, dem über sechs Millionen Juden zum Opfer fielen.

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