Zverev mit Auftaktpleite in Rom
Rom – Deutschlands bester Tennis-Profi Alexander Zverev steckt weiter in der Formkrise. Der 22-Jährige patzte beim ATP-Sandplatzturnier in Rom gleich zum Auftakt und verlor sein Zweitrunden-Duell gegen Matteo Berrettini nach 1:49 Stunde mit 5:7, 5:7.
Zwei Wochen vor dem Beginn der French Open in Paris (26. Mai bis 9. Juni) war die Fehlerquote des Hamburgers gegen den 33. der Weltrangliste aus Italien einfach zu hoch. Am vergangenen Freitag war Zverev in Madrid als Titelverteidiger im Viertelfinale ausgeschieden und hatte auch dort nicht an seine starken Sandplatz-Auftritte von 2018 anknüpfen können. Dadurch war er in der Weltrangliste auf Platz fünf abgerutscht.
Bei dem mit 5,2 Millionen Euro dotierten Masters in Rom glich Zverev im ersten Durchgang nach einem schnellen Rückstand zum 5:5 aus und hatte dann Breakbälle zum 6:5. Die konnte er aber nicht nutzen und musste stattdessen den Satzverlust hinnehmen.
Auch im zweiten Satz hatte Berrettini oft die besseren Schläge. Beim 4:5 gegen sich wehrte Zverev noch einen Matchball ab und holte sich den Spielgewinn. Doch weil Zverev zu viele Fehler produzierte, nutzte der Italiener seinen dritten Matchball, als Zverev mit einem Vorhandfehler den Ball ins Netz schlug.
Tags zuvor hatte Zverev noch für eine schöne Geste gesorgt. Beim Doppel mit seinem Bruder Mischa hatte der 22-Jährige mit einem Schmetterball ein auf der Tribüne sitzendes Mädchen am Kopf getroffen. Wenig später ging Zverev zu ihr und fragte sie nach ihrem Befinden. Danach band er dem Mädchen als Wiedergutmachung eines seiner Stirnbänder um den Kopf. «Ich hoffe, dass mein spezieller Verband dir ein kleines Lächeln auf dein Gesicht zaubern konnte, kleine Prinzessin», schrieb Zverev auf Instagram, wo er ein Video von der Aktion teilte. Die Zverev-Brüder schieden mit 6:7 (2:7), 4:6 gegen Raven Klaasen/Michael Venus (Südafrika/Neuseeland) aus.
Julia Görges startete derweil mit einem 6:3, 6:4-Sieg gegen die Weltranglisten-25. Hsieh Su-wei aus Taiwan ins Turnier. Die 30-Jährige aus Bad Oldesloe trifft nun entweder auf Jelena Ostapenko aus Lettland oder die Rumänin Mihaela Buzarnescu.
(dpa)
