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USA und Nordkorea wollen Gespräche wieder aufnehmen

23. Februar 2012 • Politik

Zum ersten Mal seit dem Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il führen die USA und Nordkorea bilaterale Gespräche. Ziel ist eine Wiederaufnahme der ausgesetzten Sechs-Parteien-Gespräche.

Bisher handelt es sich bei den Verhandlungen aber nur um ein gegenseitiges Ausloten der Stellung des anderen, und um Bemühungen, die seit drei Jahren ausgesetzten Sechs-Parteien-Gespräche wiederaufzunehmen.

Die US-Sonderdelegation wird vom Sonderbeauftragen Glyn Davies geleitet, ihm gegenüber sitzt der Vizeaußenminister Kim Kye Gwan, der den jungen und politisch unerfahrenen Kim Jong Un vertritt.

USA bot Aussetzung der Sanktionen an

Nordkorea erinnerte daran, dass die USA bei Gesprächen von vor einem Jahr vertrauensbildende Maßnahmen wie die Aussetzung der Sanktionen und Nahrungshilfe angeboten hätten. Im Januar ist daraufhin in Pjöngjang angedeutet worden, die Anreicherung von Uran zum Bau von Atombomben möglicherweise gegen Nahrungsmittelhilfen auszusetzen. Dieses Angebot ging aber einher mit Zweifeln, ob das Angebot der USA ernst gewesen sei.

Die amerikanische Regierung, deren Bedingung für die Aufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche ein Stopp der Urananreicherung ist, äußerten, sie seien nicht an „Gesprächen, um der Gespräche willen“ interessiert und wollten auch nicht „Schlachten der Vergangenheit“ nochmal kämpfen, sondern erwarteten von der nordkoreanischen Regierung, dass sie ihre Ernsthaftigkeit beweise.

China begrüßt die neuen Verhandlungen

China, das ebenso wie Südkorea, Japan und Russland eine der sechs Parteien der Sechs-Parteien-Gespräche ist, begrüßt die Bemühungen der USA und Nordkorea und sieht es als ein positives Signal.

Bislang, so hatten chinesische Experten verlauten lassen, hätten sie keinen Wechsel der Außen- und Atompolitik Nordkoreas erkennen können, aber es sei auch nachzuvollziehen, dass der junge Führer zunächst Stabilität und Kontinuität bewahren wolle, und erst einmal Zeit brauche.

Die Experten verwiesen darauf, dass Korea keinen ewig andauernden Stillstand der Gespräche wollen könne, sondern daran interessiert sei, sich auf diesem Wege Vorteile zu verschaffen.

Trotz allem sehen sie aber die „kooperativen Gesten“ Nordkoreas und sind zuversichtlich, dass die USA und die Demokratische Volksrepublik Korea ihre Meinungsverschiedenheiten lösen, und bilaterale Gespräche führen können.

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