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US-Präsidentschaftsvorwahl: Rick Santorum wirft das Handtuch

11. April 2012 • Politik

Erst am vergangenen Dienstag konnte sich Mitt Romney bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaftswahl drei weitere wichtige Siege sichern und seinen Vorsprung ausbauen. Nun gibt sein ärgster Verfolger Rick Santorum auf: „Dieses Rennen ist für mich vorbei“.

Mit dem Ausscheiden Santorums ist die Nominierung des Multimillionärs Mitt Romney so gut wie sicher. Er dürfte damit als Kandidat der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl im November gegen Amtsinhaber Barack Obama antreten. Seine Gegenkandidaten Ron Paul und Newt Grinch konnten nur deutliche schwächere Wahlergebnisse erzielen.

Santorum fiel nach starkem Vorwahl-Start kontinuierlich zurück

Als Außenseiter ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner gegangen, entwickelte sich der ultrakonservative Ex-Senator Santorum schnell zum einzig ernsthaften Konkurrenten für Romney. Mit elf Siegen konnte er dem Favorit einiges entgegensetzen. Jüngste Wahlerfolge blieben jedoch aus, sodass sich Romney mit zuletzt 24 Wahlsiegen und 625 von 1144 benötigten Delegiertenstimmen weiter absetzen konnte. Santorum erreicht nicht einmal die Hälfte der Delegierten.

Zudem belasteten private Sorgen den Wahlkampf des Ex-Senators. Santorums dreijährige Tochter musste aufgrund ihrer schweren Behinderungen seit Januar mindestens zweimal mit einer lebensbedrohlichen Infektion ins Krankenhaus. Dies habe seine Entscheidung, den Wahlkampf zu beenden, entscheidend beeinflusst, deutete der Vater von sieben Kindern an.

Romney gratuliert Santorum für Wahlkampf

Seine Gratulation sprach Romney seinem ehemaligen Verfolger aus. „Senator Santorum ist ein fähiger und würdiger Wettbewerber. Ich gratuliere ihm zu dem Wahlkampf, den er geführt hat“, sagte Romney in Boston. „Er hat sich selbst als eine wichtige Stimme in unserer Partei und unserem Land gezeigt.“

Beobachter gehen davon aus, dass nach Santorums Aufgabe der Hauptwahlkampf begonnen hat. Den Rückzug seines Widersachers nutzte Romney sogleich für Kritik an US-Präsident Obama: „Wir (Santorum und Romney) wissen beide, wie wichtig es ist, die Fehler der letzten drei Jahre hinter uns zu lassen und Amerika wieder auf den Weg des Wachstums zu bringen.“

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