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Ständiges Antreiben macht Kinder nicht schneller

1. Dezember 2017 • Familie & Freizeit

Fürth – «Los, Schuhe anziehen. Und Zähne putzen nicht vergessen! Hast du an dein Mathebuch gedacht? Wir müssen los!» In vielen Familien spielen sich morgens solche Monologe ab. Am Ende sind alle genervt – und schneller geht es durch das permanente Antreiben auch nicht.

Im Gegenteil, es kann sogar kontraproduktiv wirken: «Wenn Kinder im schlimmsten Fall noch Jacke und Hose angezogen bekommen, wenn es knapp wird, trödeln sie noch mehr.» Denn sie wissen ja, dass am Ende Mutter oder Vater übernehmen, erklärt Ulric Ritzer-Sachs von der
Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Im Grunde haben Eltern nur zwei Möglichkeiten, um der morgendlichen Antriebsschleife zu entkommen: Entweder sie planen einen größeren Zeitpuffer ein, der auch Rumtrödeln verzeiht. «Und trotzdem kann es passieren, dass man am Ende zu spät dran ist», sagt Ritzer-Sachs.

Oder man versucht, einen verlässlichen Ablauf zu etablieren, der das Kind aktiv einbindet. Am besten überlegt man gemeinsam in einer ruhigen Minute, wie alles reibungsloser laufen kann. «Morgens in der Hektik braucht man das nicht zu diskutieren.»

Ein Schritt zu weniger Stress kann zum Beispiel sein, dass Sohn oder Tochter schon früh einen eigenen Wecker haben und selbstständig aufstehen dürfen. «Spätestens mit dem Schuleintritt können Kinder das.» Dadurch bleiben Eltern nicht in der Antreiberrolle stecken und können Verantwortung abgeben.

Fotocredits: Jens Kalaene
(dpa/tmn)

(dpa)

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