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Präsidentenwahl in Ägypten: Muslimbrüder liegen vorn

25. Mai 2012 • Politik

Am Mittwoch begann die erste freie Präsidentenwahl in Ägypten. Zwei Tage lang wurde abgestimmt, nun liegen die ersten Ergebnisse aus den Provinzen vor. Aktuell liegt Mohammed Mursi, Kandidat der Muslimbruderschaft, an erster Stelle.Obgleich noch keine endgültige Entscheidung vorliegt, feiern die Muslimbrüder ihren Kandidaten schon jetzt als Wahlsieger. Nach Auszählung der Hälfte der Stimmen komme der Mursi auf 30,8 Prozent der Stimmen, wie die größte Fraktion im Parlament erklärte. Der frühere Luftfahrtminister Ahmed Schafik kommt Mit 22,3 Prozent ist der frühere Luftfahrtminister Ahmed Schafik derzeit ärgster Verfolger Mursis.

Vorläufige Ergebnisse deuten auf Stichwahl

Die staatlichen Medien berichteten von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem linken Aktivisten Hamdien Sabbahi, dem unabhängigen Islamisten Abdel Moneim Abul Futuh und dem aktuell Führenden Mursi. Für den früheren Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, besteht kaum noch eine Möglichkeit, die Wahl für sich zu entscheiden.

Sollte, wie es die ersten Auswertungen bereits vermuten lassen, keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, findet am 16. und 17. Juni eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten statt. Inoffiziellen Angaben zufolge gaben rund 50 Prozent der Wähler ihre zweite Stimme am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche ab. Derweil berichteten ägyptische Wahlbeobachter von Wählermanipulation und Stimmenkauf in mehreren Wahllokalen. Zu Beschwerden kam es bislang jedoch nicht.

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