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Mitt Romney zementiert Favoritenstatus mit drei weiteren Vorwahlsiegen

4. April 2012 • Politik

In drei weiteren Vorwahlen hat sich der US-Republikaner Mitt Romney gegen seinen größten Verfolger Rick Santorum durchgesetzt. Der konservative Rivale belegte stets den zweiten Platz.

Die Siege in Wisconsin, Maryland und Washington sind ein wichtiger Schritt für Romney auf dem Weg zur Kandidatur gegen Präsident Barack Obama bei den Wahlen im November. Bewusst siegessicher präsentierte sich der Republikaner auch in seiner Rede nach dem Dreifachschlag. „Das war ein großer Sieg“, feierte er sich selbst.

Romney von Kandidatur bereits überzeugt

Mit drei weiteren Siegen im Rücken scheint Romney von seiner Kandidatur im November überzeugt zu sein. In seiner Rede konzentriert er sich ausschließlich auf Obama. Seine Widersacher erwähnte er mit keinem Wort. Er sei der Mann, der Amerika aus der Krise führen werde. „Vor uns liegen große Tage.“

Wie der TV-Sender CNN berichtete, erreichte Romney in Wisconsin nach Auszählungen von rund der Hälfte der Stimmen 42 Prozent. Santorum kam auf 38 Prozent. In Washington und Maryland sei Romneys Vorsprung noch deutlicher, hieß es.

Santorum weiter kampfbereit

Trotz der enttäuschenden Ergebnisse signalisierte Santorum bereits, dass er nicht aufgeben wolle. Bis zum Nominierungsparteitag im Sommer werde er alles geben.

Derweil fürchten die Republikaner einen offenen Konflikt auf dem Parteitag Ende August. Dann soll endgültig entschieden werden, wen die Partei gegen Obama ins Rennen schickt.

Obama beginnt Wahlkampf

Auch Präsident Barack Obama beginnt ein halbes Jahr vor den Wahlen, einen härteren Kurs zu fahren und greift die Republikaner frontal an. Am Dienstag warf er der Partei in einer Rede „Sozialdarwinismus“ vor. Die Sparpläne der Konservativen seien lediglich ein „trojanisches Pferd“. Die wahre Intention der Republikaner sei es, die Gesellschaft radikal zu verändern. „Getarnt als Plan zur Verringerung des Defizits, handelt es sich in Wirklichkeit um einen Versuch, dem Land eine radikale Vision aufzuzwingen“, meinte Obama. Wörtlich: „Es handelt sich um einen nur zart verschleierten Sozialdarwinismus.“

Der Präsident warnte abermals, dass die Wahl richtungsweisend für die Zukunft Amerikas sei. Bereits im Vorfeld machte Obama deutlich, sich im Wahlkampf vor allem der sozialen Gerechtigkeit zu widmen, doch bisher hatte er die Republikaner noch nie derart deutlich angegriffen.

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