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Kinderarmut in Lateinamerika

17. Oktober 2012 • Lateinamerika

Kinder in einer WüsteLateinamerika ist ein unglaublich schöner Kontinent. Immer mehr Touristen begeistern sich für die wunderbaren, extrem abwechslungsreichen Landschaften und bereisen die verschiedenen Staaten, um Kultur und Geschichte zu genießen. Aber Lateinamerika hat auch seine finsteren Seiten. Gewalt, Hunger und Ausbeutung prägen das Leben vieler armer Familien. Besonders schlimm dran sind die Schwächsten der Schwachen: die Kinder.


Arme Kinder haben keine Lobby

Die Armut der Kinder versteckt sich nicht. Man sieht sie überall in Lateinamerika: Straßenkinder, hungrige, bettelnde Kinder, arbeitende Kinder. Auch wenn sie ihre Familie haben, so ist die Situation armer Kinder oft besorgniserregend, denn ihre Eltern können nicht genügend Einkommen erwirtschaften, um ihnen ausreichend Nahrung, Bildung und Geborgenheit zu geben. Arme Kinder haben nicht nur Hunger, sondern sind hochgradig gefährdet. Sie erhalten einen schlechteren Zugang zu Schulen und zu gesundheitlichen Dienstleistungen. Die Missachtung der Kinderrechte ist Alltag. Arme Kinder sind öfter Gewalt ausgeliefert, sexueller Missbrauch, Prostitution – beispielsweise in touristischen Gebieten in Brasilien – zerstören ihre Gesundheit und ihre Zukunft.

Die Armutsspirale durchbrechen

Um den bedürftigen Kindern aus ihrer Armutsspirale zu helfen, muss ihr Alltag in den Staaten Lateinamerikas genau betrachtet werden.
Zwar ist die Schulbildung – beispielsweise in Brasilien – kostenlos, aber die Schulen sind so schlecht ausgestattet, dass viele Kinder vorzeitig abgehen. Das Gesundheitswesen ist oftmals unzureichend, sodass private Gesundheitsdienstleistungen bezahlt werden müssen. Dies können viele Familien nicht leisten. Die mangelhafte Bildung führt dazu, dass Hygienemaßnahmen nicht bekannt sind, sodass Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfallerkrankungen sterben. Besonders schlecht ist die Situation für Kinder in ländlichen Regionen. So zeigt sich in Bolivien die Benachteiligung von Mädchen und indigener Kinder besonders stark.
Diese Erkenntnisse setzen Stiftungen um, die sich der Armutsbekämpfung in Lateinamerika widmen. Sie organisieren Gesundheitsprogramme und fördern den Erwerb von Bildung.

Gesundheit und Bildung als Bausteine der Zukunft

Arme Kinder in Lateinamerika sind stark gefährdet. Um ihnen wirksame Unterstützung zu geben, brauchen sie konkrete Chancen und auf ihre Situation zugeschnittene Maßnahmen. Die Erfahrungen von Stiftungen wie AWD Stiftung Kinderhilfe in Lateinamerika haben gezeigt, dass Gesundheit und Bildung die Bausteine der Zukunft sind. Nur diese können die Armutsspirale mit ihren schlimmen Begleiterscheinungen stoppen.

Bild von: chris74 – Fotolia

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