Kia feiert mit dem teuersten Modell der Firmengeschichte

Nur selten weist ein Hersteller mit Stolz darauf hin, erstmals eine bestimmte Preisgrenze zu überschreiten. Kia tut genau dies im Falle des Sorento Masterpiece: 60.990 Euro kostet das auf 200 Exemplare limitierte Sondermodell – und das nicht ohne Grund. Denn es wurde zum Anlass des besonders erfolgreichen Geschäftsjahres 2016 aufgelegt. Da knackte Kia auf dem deutschen Markt erstmals die Grenze von 60.000 Neuzulassungen und legte gegenüber dem guten Geschäftsjahr 2015 noch einmal 8,7 Prozent drauf.

Für das Wachstum auf dem besonders anspruchsvollen deutschen Markt sind nicht nur kleine und kompakte Autos für gleichermaßen preis- und qualitätsbewusste Kunden verantwortlich, sondern auch komfortable, großzügig dimensionierte Mittelklasse-Fahrzeuge wie etwa das SUV Sportage. Von dem setzte Kia Motors Deutschland 2016 immerhin 18.000 Exemplare ab.

Klein waren nur die Anfänge von Kia – wer Parallelen zur großen japanischen Marke Honda sieht, macht keinen Fehler: 1944 begann alles mit dem Bau von Fahrradteilen, 1951 lief das erste koreanische Serienfahrrad vom Band. 1961 produzierte Kia Koreas erstes Motorrad, 1962 dann mit dem K-360, einem dreirädigen Kleintransporter, Koreas ersten Truck. 1974 startete mit dem Kia Brisa, einer viertürigen Limousine, Koreas erster Großserien-Personenwagen, dem 1986 der auch im Export überaus erfolgreiche Kleinwagen Pride folgte.

Auf die Straße zum Erfolg auch in höheren Fahrzeugklassen bog Kia spätestens 2003 ein, als mit dem Sorento ein modernes Sport Utility Vehicle in die Showrooms kam. Mittlerweile ist Kia mit seiner Schwestermarke Hyundai der fünftgrößte Automobilhersteller der Welt, die Produktionszahlen stiegen von 2008 bis 2016 von 1,4 auf 3,12 Millionen Autos. Zugleich gelang es Kia, die Produktqualität und damit die Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu verbessern. 2015 etwa belegte Kia im Qualitätsreport der deutschen Fachzeitschrift Auto Bild den ersten Platz, 2016 platzierte Kia sich als Bester im besonders kritischen J. D. Power-Qualitätsreport.

Ganz eindeutig hat Kia sich zum ernst zu nehmenden Wettbewerber auch für große und bestens etablierte Marken entwickelt. Die 60.522 Neuzulassungen im Deutschland des Jahres 2016 sind also durchaus auch mit technischer Kompetenz zu erklären und nicht nur mit dem ansprechenden Design oder den sieben Jahren Garantie, die jeder in Europa neu zugelassene Kia mitbringt.

"Der Sorento Masterpiece ist der exklusivste Kia, den wir je in Deutschland angeboten haben", sagt Steffen Cost, Geschäftsführer (COO) von Kia Motors Deutschland. "Dieses Sondermodell macht deutlich, auf welchem Level sich Kia inzwischen bewegt und welches Ansehen unsere Marke gewonnen hat." Dazu habe der Kia Sorento als ein wichtiger Imageträger maßgeblich beigetragen. "Dieses gewachsene Ansehen wollen wir natürlich auch in entsprechende Absatzzahlen umsetzen. Deshalb freuen wir uns, dass Kia in Deutschland wie schon 2015 auch 2016 erneut ein Rekordergebnis erreicht und zum ersten Mal die Marke von 60.000 Einheiten geknackt hat. Und wenn wir mit dem Kia Sorento Masterpiece jetzt erstmals ein Fahrzeug anbieten, das mehr als 60.000 Euro kostet, dann sieht man, dass Absatzwachstum und Imagegewinn bei Kia Hand in Hand gehen."

Dass der Sorento Masterpiece kein normaler Sorento ist, sieht man dem Sondermodell auch durchaus an. Lackiert in Schwarzmetallic und ausgestattet mit Trittbrettern aus Aluminium, steht er auf mächtigen 20-Zoll-Rädern. Der Innenraum wurde von Hand mit tiefschwarzem, samtweichem Alcantara ausgeschlagen, das bestens mit der schwarzen Lederausstattung harmoniert. Acht-Zoll-Navigation, kabelloses Laden des Mobiltelefons, viele elektrische Helferlein für automatisches Einparken und sicheres Fahren sind ebenso selbstverständlich an Bord wie kühlbare Vordersitze, ein adaptiver Tempomat und eine sensorgesteuerte Heckklappe. Für den kraftvollen Antrieb sorgt ein 2,2-Liter-Diesel mit 147 kW/200 PS samt Sechsgang-Automatik. Kia versteht es, seinen Erfolg nicht großtuerisch, sondern stilvoll und dezent zu feiern.

Konrad Winterstein/mid

(dpa)