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Ich bin der Boss: Wenn Kinder das Spiel dominieren

8. Mai 2020 • Familie & Freizeit

Fürth – Wer seine Kinder beim Spielen beobachtet, kann oft virtuose Rollenwechsel wahrnehmen. Je nach Situation und Persönlichkeit sind die Kleinen mal ein dominanter, dann wieder ein folgsamer Spielpartner.

Manche tendieren dazu, das Spiel über lange Strecken zu dominieren und den anderen Regieanweisungen zu geben. Ein Grund für Eltern einzuschreiten? «Nicht sofort, nein», sagt Ulric Ritzer-Sachs. Er ist Pädagoge bei der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Statt sich sofort einzumischen, halten sich Eltern besser zurück. Bevor sie ihr Kind zu einem späteren Zeitpunkt darauf ansprechen und vielleicht kritisieren, lohnt es sich, folgende Aspekte zu hinterfragen: Gibt mein Kind immer den Anführer, oder war das nur eine Momentaufnahme? Leiden die anderen Kinder sichtlich darunter?

Wichtig ist auch die Unterscheidung, ob das eigene Kind vielleicht nur gerne den Ton angibt oder ob es das auf eine aggressive Art tut. In diesem Fall können Eltern natürlich auch schon früher einschreiten.

Grundsätzlich kann man aber darauf vertrauen, dass sich Kinder etwa ab dem Vorschulalter meist gut arrangieren. Und wer immer die Bestimmerrolle an sich reißt, bekommt dann eventuell auch von den anderen zu hören: «Mit dir spielen wir nicht mehr.»

Fotocredits: Sebastian Willnow
(dpa/tmn)

(dpa)

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