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Frankfurt: Crash-Kurs bildet Studenten zu U-Bahn-Fahrern aus

12. August 2013 • Politik

Jeder, der einmal studiert hat, weiß, dass kaum ein Student ohne Nebenjob auskommt. In Frankfurt haben Studenten sogar die Möglichkeit U-Bahn Fahrer zu werden. Vielfach ist der erste Nebenjob auch zukunftsführend. Viele Juristen, Manager oder Betriebswirte bleiben in dem Unternehmen, dass sie in ihrem Studium kennen gelernt haben.


Die Bahn kommt

Im Falle der Bahn in Frankfurt ist dieser Job nicht immer einfach. Menschenmassen, Lärm und Verspätungen sorgen oftmals für Kritik. Da bleibt einem Bahnfahrer nur das Argument, dass man während der Fahrt auch einiges erleben kann. Und was viele Passagiere nicht wissen, ist das Bahnfahrer vieles mitbekommen. Durch die getönte Scheibe können Sie genauestens beobachten, was in der Bahn passiert. Wer sich also als Passagier unbeobachtet fühlt, hat oftmals weit gefehlt, denn jeder Handbewegung und jeder Blick kann erkannt werden.

Die Frankfurter U-Bahn setzt Studenten ein um Fehlzeiten im Arbeits-Plan zu füllen. Vielfach werden sie ein bis zweimal pro Woche eingesetzt, um die hauptberuflichen Fahrer zu entlasten. Von rund 800 Fahrern in Frankfurt sind heute vier Studenten im Einsatz.

Voraussetzungen und Eigenheiten

In jüngster Zeit hat die Bahn entschieden, wieder neue studentische Aushilfen zu suchen. Sie sollen bei Krankheit oder in Urlaubszeiten Fahrten übernehmen, die sonst ausfallen würden. Natürlich sind bei der Bewerbung einige Formalitäten zu beachten. Zunächst muss eine gültige Immatrikulation vorhanden sein und auch ein Alter von 21 Jahren sollte erreicht sein. Zudem muss sich jeder Student, der sich bei der Bahn bewerben will, darüber bewusst sein, dass er in Schichten arbeiten muss. Zudem wird ein Führerschein der Klasse A oder B vorausgesetzt. Neben den Formalitäten raten erfahrene Fahrer auch zu selbstkritischen Einschätzung, denn insbesondere Gelassenheit sei ein wichtiger Faktor, der zum Fahren einer Bahn dienlich ist. Ein Student sollte bedenken, dass aufgrund der Verspätungen auch die eigenen Pausen wegfallen. Zudem ist man als Fahrer in der Bahn immer der Sündenbock, der sich die Kritik von Passagieren anhören muss. Dennoch, wird eingeräumt, dass einem Fahrer oftmals auch viel Dankbarkeit entgegen kommt. Weiterhin ist ein gewisses Engagement von Vorteil, wenn sich bestimmte Passagiere nicht adäquat verhalten können und aus der Bahn verwiesen werden müssen. Grundlage für die Einstellung ist eine sechs-wöchige Ausbildung, welche die Regelausbildung eines Festangestellten zusammenfasst. Begründet wird dies durch die hohe Lernaktivität der Studenten. Inhaltlich beschäftigen sich die Studenten mit der Tarifschulung. Danach folgt die Einweisung in die Betriebsfahrschule, wo vier Wochen Fahrtraining auf dem Plan stehen. Um die Ausbildung abzuschließen ist das Bestehen zweier Theorie- und einer Praxisprüfung Pflicht. Noch mehr ausführliche Informationen und hilfreiche Personalberatung für Unternehmen finden Sie hier.

Was muss ich tun?

Natürlich sollte ein grundlegendes Interesse für die Bahn bei den Studenten vorhanden sein und auch eine positive Einstellung ist von Vorteil. Dann kann man pro Stunde 15 EUR verdienen – an Sonntagen und in der Nacht bekommen Studenten sogar mehr.

IMG: Daniel Ernst – Fotolia

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