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„Costa Concordia“: Wind behindert Bergungsarbeiten

25. Januar 2012 • Panorama

Wieder behindern die Wetterverhältnisse um die Insel Giglio die Bergungsarbeiten an der „Costa Concordia“. Wie ein Einsatzleiter mitteilte konnte die Sicherheit der Suchmannschaften am Wrack nicht gewährleistet werden. Daher wurden der Rettungseinsatz am Dienstagabend vorübergehend unterbrochen.Am Dienstag gelang es den Suchmannschaften eine weitere Leiche aus dem havarierten Kreuzfahrtschiff zu bergen. Damit steigt die Zahl der Toten auf 16. Davon sind mittlerweile neun Personen identifiziert. Unter den Opfern ist nach Angaben der Carabinieri ein Mann aus Deutschland – laut Auswärtigem Amt gelten aber weiterhin zwölf Deutsche als verschollen. Noch immer gelten insgesamt 23 Passagiere als vermisst.

Weiteres Opfer identifiziert

Bei dem weiteren identifizierten Opfer soll es sich, nach Angaben der Präfektur von Grosseto, um eine italienische Passagierin handeln, deren Leiche in der vergangenen Woche auf dem Schiff gefunden worden war. Eine Vermisstenmeldung aus Ungarn erwies sich unterdessen als falsch. Eine Familie hatte sich an die italienischen Behörden gewandt, weil ein Familienmitglied, das sich angeblich unangemeldet auf dem Schiff befand, sich nicht gemeldet hatte. Wie das Außenministerium in Budapest jedoch mitteilte, habe die Familie „die Daten einer vor drei Jahren gestorbenen Person missbraucht“.

Wind erzwingt Abbruch der Suche

Der am Dienstag vorhergesagte starke Nordwind, in der Region der toskanischen Küste, zwang am Abend die Rettungseinheiten ihren Einsatz vorübergehend einzustellen. Auch das Abpumpen des giftigen Schweröls aus den Tanks der „Costa Concordia“ soll sich mindestens bis zum Wochenende verzögern.

Bergung des Treibstoffs soll einen Monat dauern

Nach Beginn der Bergungs-Aktion soll es rund vier Wochen dauern, bis die etwa 2300 Tonnen Treibstoff, darunter viel Schweröl, aus den 17 Tanks entsorgt sind. Gegenwärtig sind die Einsatzkräfte der niederländischen Spezialfirma Smit noch mit den Vorbereitungen beschäftigt. Sobald diese abgeschlossen sind, soll der Treibstoff rund um die Uhr abgepumpt werden. Es wurden bereits Ölflecken in der Umgebung des Wracks gesichtet. Nach Angaben des Einsatzleiters soll es sich dabei aber nur um einen „sehr dünnen Film“ handeln. Dennoch wird das austretende Öl so schnell wie möglich von Spezialgeräten der Küstenwache aufgesaugt. Am Mittwoch will der Krisenstabschef zudem einen Plan vorliegen haben, wie die Abfälle auf dem Kreuzfahrtschiff entsorgt werden.

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