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Bundespräsident Wulff ist zurückgetreten

17. Februar 2012 • Politik

Bundespräsident Wulff gab am Freitagmorgen seinen Rücktritt bekannt. Nachdem am Donnerstag die Staatsanwaltschaft in Hannover die Aufhebung der Immunität des Bundespräsidenten Christian Wulff beantragt hat, trat der Bundespräsident am Freitagmorgen vor die versammelte Presse und legte sein Amt nieder.

Deutschland brauche einen Präsidenten der sich uneingeschränkt den Aufgaben im Inneren und den internationalen Herausforderungen widmen kann. Aufgrund des Skandals um seinen Kredit und den Ermittlungen wegen Vorteilsnahme und Vergabe sei ihm das nicht mehr länger möglich.

Wulff ist überzeugt, dass er unschuldig ist

Was das Rechtliche anbelangt, sei er sicher, weitere Ermittlungen werde ihn von jeglichen Verdachtsmomenten befreien. Er habe Fehler gemacht, aber die Anschuldigungen gegen ihn und seine Familie in den letzten Monaten hätten ihn verletzt. Er lobte seine Frau, die als Präsidentengattin ihm hilfreich und unterstützend zur Seite stand.

Bereits im Vorfeld Spekulationen

Am Freitagmorgen kündigte Wulff an um elf Uhr eine Erklärung im Schloss Bellevue abzugeben. Als dann auch noch Bundeskanzlerin Merkel ihre für heute geplante Italienreise absagte, galt das Gerücht um seinen Rücktritt als quasi bestätigt. Die Medien berichteten bereits im Vorfeld über Gerüchte aus Kreisen der Regierungskoalition, die bestätigten, dass Wulff seinen Amtsverzicht bekannt geben werde. Auch über ein geplantes Treffen der Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Philipp Rösler (FDP) zu Beratungen über die Nachfolge Wulffs wurde bereits spekuliert.

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