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Bundespräsident Joachim Gauck sagt Reise in die Ukraine ab

26. April 2012 • Politik

Angesichts der jüngsten politischen Situation in der Ukraine hat sich Bundespräsident Joachim Gauck nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ gegen die Teilnahme an einem Präsidententreffen Mitte Mai entschieden.

Diese Entscheidung sei in Absprache mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen worden, schreibt die Zeitung. Anlass sei die große Besorgnis über den Zustand der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Während ihrer Inhaftierung ist sie schwer erkrankt und als Protest gegen die Haftbedingungen in einen Hungerstreit getreten.

Bundespräsidialamt bestätigt Absage

Die Entscheidung Gaucks, der Einladung zum Treffen zentraleuropäischer Präsidenten in der Ukraine nicht zu folgen, wurde auch der ukrainischen Botschaft informiert mitgeteilt. Ein Sprecher Gaucks betonte, dass „Auslandsreisen des Bundespräsidenten stets im engen Benehmen mit der Bundesregierung erfolgen“.

Teilnahme an Fußball-Europameisterschaft fraglich

Die Situation in der Ukraine konfrontiert deutsche Politiker auch mit der Frage, ob sie im Juni zur Fußball-Europameisterschaft reisen können, die sowohl von Polen als auch der Ukraine veranstaltet wird. Die ersten drei Spiele der deutschen Nationalmannschaft werden in der Ukraine ausgetragen. Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge werde erwogen, die Teilnahme an der EM und den Kontakt zur ukrainischen Führung auf ein Minimum zu beschränken.

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