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Bundeskanzlerin Angela Merkel zieht politischen Boykott der EM in der Ukraine in Erwägung

29. April 2012 • Politik

Nach heftigen internationalen Protesten gegen die Haftbedingungen der Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko sprechen sich immer mehr politische Schwergewichte für den Boykott der Fußball-Europameisterschaft aus. Nun erwägt auch Kanzlerin Angela Merkel diesen Schritt

Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete, will Merkel ihren Ministern empfehlen, den politischen Boykott gegen die Fußball-Europameisterschaft durch Fernbleiben der Spiele zu unterstützen, sofern die inhaftierte Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko bis dahin nicht freigelassen wurde.

Ausnahme für Innenminister Friedrich

Für Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der ebenfalls als Sportminister tätig ist, könne eine Ausnahme gelte. Sollte er die verurteilte Timoschenko vor dem Spiel Deutschland gegen die Niederlande in einem Straflager der Stadt besuchen können, werde er sich nicht am politischen Boykott beteiligen.

Seit dem 20. April protestiert die unter starken Rückenschmerzen leidende Timoschenko mit einem Hungerstreik gegen ihre Haftbedingungen. Sie wirft der ukrainischen Führung Foltermethoden vor. Vom Machtapparat wird sie dagegen als Simulantin bezeichnet.

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