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AOK zahlt Versicherten keine Prämienüberschüsse aus

29. Mai 2012 • Politik

Der AOK-Bundesverband hegt keine Pläne, die Versicherten an Überschüssen in Form von Prämien partizipieren zu lassen. „Wir als AOK werden die Überschüsse in die langfristige Sicherung der Versorgung investieren und keine Prämien ausschütten“, erklärte AOK-Chef Jürgen Graalmann der „Rheinischen Post“.„Das Geld gehört den Versicherten und soll in die langfristige Versorgung fließen. Wir werden unsere Leistungsangebote weiter verbessern.“

Überschüsse in Höhe von zehn Milliarden Euro

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will gesetzliche Krankenkassen vor dem Hintergrund steigender Überschüsse schon seit längerem in die Pflicht nehmen, Reserven als Prämien an die Versicherten weiterzugeben. Anfang April hatte er betont, dass dies mehr als 30 Krankenkassen in die Tat umsetzen könnten. Die Überschüsse belaufen sich auf rund zehn Milliarden Euro.

Kassen zur Prüfung der Prämienzahlungen aufgefordert

Das Bundesversicherungsamt (BVA), die Aufsicht der bundesweit tätigen Kassen, forderte mehrere gesetzliche Krankenversicherungen schriftlich dazu auf, die Umsetzbarkeit von Prämienzahlungen zu prüfen. Das Bundesministerium sieht zudem vor, dass die Länder die jeweiligen Schritte auch für die als besonders solvent geltenden AOK-Kassen prüfen sollen.

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