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Wieder Rassismus in Italien: Balotelli will Platz verlassen

3. November 2019 • Fussball

Verona – Im italienischen Fußball hat es erneut einen rassistischen Zwischenfall gegeben. Das Serie-A-Spiel zwischen den Aufsteigern Hellas Verona und Brescia Calcio wurde in der zweiten Halbzeit für etwa zehn Minuten unterbrochen.

Hellas-Fans hatten den Gäste-Stürmer Mario Balotelli mehrfach mit Affenlauten und rassistischen Rufen beleidigt.

In der 54. Minute stoppte Balotelli während eines Angriffs den Ball, nahm ihn in die Hände und schoss ihn in Richtung eines Fanblocks der Gastgeber. Anschließend wollte der 29-Jährige den Platz verlassen. Mitspieler und Gegner überredeten Balotelli aber weiterzuspielen. Der Neuzugang erzielte in der 85. Minute mit einem sehenswerten Fernschuss den Anschlusstreffer, konnte die 1:2-Niederlage aber nicht verhindern.

In den vergangenen Monaten waren in Italien mehrere Spiele wegen rassistischer Vorfälle unterbrochen worden. Angesichts der anhaltenden Diskriminierungen in Stadien setzt der italienische Verband nun auf die Hilfe des Videobeweises. Mit dem VAR sollen in Zukunft nicht nur Schiedsrichterentscheidungen überprüft werden, sondern auch auffällig gewordene Zuschauer identifiziert werden.

Fotocredits: Gian Ehrenzeller
(dpa)

(dpa)

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