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22. Juni 2010, 15:39 Uhr
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Studium

Schließung der Universität Lübeck

Die Universität zu Lübeck soll nach dem Willen der Landesregierung von Kiel geschlossen werden. Als Grund werden zu hohe Kosten angegeben. Die Universität Lübeck selbst wehrt sich gegen diesen Entschluss, indem sie nicht nur die Forschungsergebnisse, sondern auch die wirtschaftliche Bedeutung der Medizintechnik für Schleswig-Holstein hervorhebt.
1964 gegründet und 2002 in Universität zu Lübeck umbenannt, lag der Schwerpunkt der Forschungs- und Lehreinrichtung immer schon auf der Medizin und der Medizintechnik. Für ihre Arbeit mit Preisen und Auszeichnungen geehrt, in der Forschung hoch angesehen und gefördert, ist die Uni Lübeck darüber hinaus aber auch einer der großen Arbeitgeber der Region: 5.000 Arbeitsplätze verteilen sich auf die Institute und darüber hinaus werden hier die meisten Studierenden ausgebildet.

Medizintechnik am stärksten getroffen

Besonders die Medizintechnik, einer der wichtigen und aufstrebenden, medizinischen Wirtschaftszweige, der mit 30 Prozent einen Großteil des Gewerbesteuereinkommens Schleswig-Holsteins finanziert, wäre mit einem Wegfall der Universität zu Lübeck stark getroffen. Die Uni Lübeck fühlt sich nicht nur durch die politische Entscheidung getroffen, sondern stellt auch fest, dass diese dem Koalitionsvertrag der Regierungsparteien CDU und FDP widerspricht.

In ihrem Protest stellt die Universität fest, dass eine Schließung ihrer Fakultäten und die Auslagerung an die Universität Kiel nicht nur zu einem massiven Stellenabbau und eine Abwanderung der Professoren führt, die Medizintechnik um Jahre zurückwirft und die Studentinnen und Studenten darunter leiden würden. Die Universität zu Lübeck ist sich auch sicher, dass der Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein durch eine Schließung in irreversible Mitleidenschaft gezogen würde, anstelle davon finanziell zu profitieren. (riw)
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Kommentare (2)
  1. Grobi schreibt:
    22. Juni 2010, 16:10 Uhr

    Gerade auf der Fragestunde mit dem Minister:
    Frage: “Haben sie mittlerweile eine Risikoanalyse erstellen lassen, welche Kosten durch die Schließung der Uni und der Uniklinik auf Lübeck und die Region zukommen könnten?”
    Antwort JdJ: “Nein… darum kümmern wir uns dann, wenn es soweit ist.”

    Danke!

  2. Frank v.d. Kammer schreibt:
    22. Juni 2010, 17:09 Uhr

    nun ja, wer schon eine HSH Nordbank hat braucht keine Medizintechnik und schon gar keine Universität in Lübeck.
    Ich beobachte dies alles aus sicherer Entfernung, aus einem exzellenten Forschungsumfeld heraus, für das ich aber Norddeutschland erst einmal verlassen musste.

    Die Entscheidung der Landesregierung ist ein weiterer Punkt in der endlosen Reihe von politischem Unsinn, der dieses Land zum Bankrott führen wird.
    Hat mal jemand nachgesehen, ob in Kiel wenigstens noch ein Politiker bei klarem Verstand ist?

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Schließung der Universität Lübeck
Die Universität zu Lübeck soll nach dem Willen der Landesregierung von Kiel geschlossen werden. Als Grund werden zu hohe Kosten angegeben. Die Universität Lübeck selbst wehrt sich gegen diesen Entschluss, indem sie nicht nur die Forschungsergebnisse, sondern auch die wirtschaftliche Bedeutung der Medizintechnik für Schleswig-Holstein hervorhebt.
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