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Potenzprobleme

Potenzprobleme – Zusammenspiel von Körper und Geist

29. Juli 2016 • Gesundheit, Leben

Wenn es im Bett nicht mehr klappt, sind nicht immer organische Ursachen dafür zu finden. Besonders wichtig ist, mit dem Arztbesuch nicht allzu lange zu warten. Probleme im Bett haben nämlich weitreichende Auswirkungen auf das gesamte Leben. Nicht nur der Betroffene selbst leidet darunter, auch die Partnerin (oder der Partner) macht sich Gedanken. Der Urologe ist ein kompetenter Ansprechpartner. Niemand muss sich für eine Erektionsstörung schämen. Wie bei vielen anderen gesundheitlichen Problemen auch schützt eine frühe Abklärung vor einer Eskalation der Situation. Folgende Punkte klärt der Urologe mithilfe von verschiedenen Diagnoseverfahren ab:

• Klärung, ob eine Schädigung des Nervensystems vorliegt – in diesem Fall werden Reize nicht in den Penis übertragen
• Durchblutungsstörungen – es gelangt nicht genügend Blut in den Penis
• Schwellkörper ist geschädigt
• Erhebung eines Hormonstatus

Einige Faktoren erhöhen das Risiko, einmal im Leben an Potenzproblemen zu leiden. Dazu gehören Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes. Ein ungesunder Lebensstil begünstigt die Entwicklung von Stoffwechselerkrankungen. Daher sollte man immer auf die Ernährung achten und sein Gewicht im Rahmen halten. Bei einer Schädigung der Blutgefäße verhindern Kalkablagerungen den ungehinderten Durchfluss des Blutes. Wird nicht mehr genügend Blut in den Schwellkörper gepumpt, bleibt dieser schlaff. Erektionsstörungen treten vermehrt in höherem Alter auf. Auch hormonelle Probleme sind eine Erklärung dafür, warum es im Bett nicht mehr klappt oder warum grundsätzlich die Lust auf Sex nachlässt. Ein zu niedriger Testosteronspiegel hat fatale Auswirkungen auf die Libido eines Mannes. Manche Medikamente haben ebenfalls einen Einfluss auf das Sexualleben. Am besten nimmt man zum Termin beim Urologen sämtliche Medikamente mit, die man regelmäßig einnimmt. So kann der Arzt Wechsel- oder Nebenwirkungen ausschließen. Die moderne Medizin hat mittlerweile viele verschiedene Methoden, um Männern mit Erektionsstörungen zu helfen. Längst ist Viagra nicht mehr das einzige Mittel, das wieder zu einem erfüllten Liebesleben verhilft. Dabei wurden während der letzten Jahre die Nebenwirkungen entscheidend verringert. Gemeinsam haben alle Tabletten, die zur Steigerung der Potenz verschrieben werden, eine gewisse Vorlaufzeit. Man muss mit dem Liebesspiel also einige Zeit warten, bis das Medikament seine volle Wirkung entfaltet.

Psychische Ursachen

Können vom Urologen keinerlei körperliche Probleme festgestellt werden, ist die Ursache für die Erektionsstörung im psychischen Bereich zu suchen. Auch dafür muss sich niemand genieren. In der heutigen schnelllebigen Zeit stehen viele Menschen enorm unter Druck. Es ist für Männer und Frauen nicht einfach, Privatleben, Job und Hobbys zu vereinen. Meist eilt man von einem Termin zum nächsten und findet keine Zeit, um auf die persönlichen Bedürfnisse zu achten. Schnell gerät man in einen Zustand, in dem man sich ausgebrannt fühlt und im wahrsten Sinne des Wortes zu nichts Lust hat. In diesen Phasen sind Probleme im Liebesleben vorprogrammiert. Bei vielen Männern ist Sexualität eng mit Erfolg verbunden. Ein Jobverlust zum Beispiel führt schnell dazu, dass man sich unnütz und minderwertig fühlt. Depressionen sind eine der häufigsten Ursachen für Erektionsstörungen im psychischen Bereich. Depression und Burn-out kann jeden treffen, auch wenn man früher der glücklichste Mensch auf Erden war. Private oder berufliche Veränderungen können schnell Existenzängste hervorrufen. Die Befürchtung, in einem Lebensbereich zu versagen, spielt bei Betroffenen ebenfalls eine enorme Rolle. Probleme in der Partnerschaft führen ebenfalls dazu, dass es im Bett nicht mehr klappt. Fühlt man sich der Partnerin oder dem Partner nicht mehr verbunden, kann man seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht ausdrücken, kann sich eine Erektionsstörung manifestieren. In diesen Fällen bietet eine Paartherapie eine wichtige Hilfe. Für andere psychische Probleme stehen Psychotherapeuten oder Beratungsstellen zur Verfügung.

Foto: Thinkstock_179215333_iStock_closeupimages

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