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Eintracht klagt vor Inter nicht über Montagsspiel

10. März 2019 • Fussball

Düsseldorf – Sportdirektor Bruno Hübner ruderte nach spöttischer Kritik zurück, sieht «kein Problem»: Negative Gedanken über die unglückliche Ansetzung eines Montagsspiels zwischen zwei Europa-Cup-Krachern wollen sie bei Eintracht Frankfurt gar nicht erst zulassen.

Deshalb gilt vor dem Gastspiel bei Fortuna Düsseldorf am Montag (20.30 Uhr/Eurosport) trotz des 72 Stunden später stattfindenden Achtelfinal-Rückspiels bei Inter Mailand die Devise: Jammern verboten!

«Das ist eine normale englische Woche. Nach Mailand ist es keine Weltreise. Da hat man keinen Jetlag», sagte Bobic. Außerdem «sollte ein Bundesliga-Profi dreimal in einer Woche spielen können».

Einige Tage zuvor hatte man noch den Eindruck bekommen, dass die Ansetzung der Deutschen Fußball Liga (DFL) den Hessen bitter aufstößt. «Für uns ist das nicht optimal», sagte Hübner: «Vielleicht haben sie es uns nicht zugetraut, dass wir so weit kommen.» Wenige Stunden später ließ er sich über die sozialen Medien der Eintracht mit den Worten zitieren: «Das Spiel ist für uns in Bezug auf die Inter-Spiele kein Nachteil. Wir haben mit der Terminierung kein Problem.» Vorstandsmitglied Axel Hellmann versicherte: «Es gibt weder Lamento noch eine Beschwerde. Wir nehmen es hin, wie es ist.»

Streng genommen ist die Ansetzung aber tatsächlich absurd. Die noch bis 2021 stattfindenden Montagsspiele wurden eingeführt, um die Europacup-Teilnehmer zu entlasten. Nun hat die Eintracht vor ihrem wichtigsten internationalen Spiel seit fast 25 Jahren einen Tag weniger Pause als üblich.

Die Fans der Eintracht sehen die Ansetzung auch keineswegs so locker wie die Club-Bosse. Die Terminierung sei «ein schlechter Witz» und «ein klarer Wettbewerbsnachteil» für die Mannschaft, teilte die Fanorganisation «Nordwestkurve e.V.» mit: «Aber auch wir Fans werden in den anstrengenden Europapokalwochen noch einmal schön drangsaliert.» Deshalb wollen die rund 3300 Fans den Gästeblock aus Protest in der ersten Halbzeit leer lassen. «Unabdingbar» sei das: «Wir lassen uns nicht einlullen.»

Doch bei aller Europa-League-Euphorie hat das Spiel in Düsseldorf beim zuletzt bärenstarken Aufsteiger für die Hessen laut Bobic sowieso «eine noch größere Bedeutung, denn die Bundesliga steht über allem». Nach den Niederlagen der Konkurrenten Wolfsburg und Berlin bietet der Spieltag für Frankfurt eine große Chance, im Kampf um eine erneute Europacup-Teilnahme ein Ausrufezeichen zu setzen. Und angesichts von dann nur noch drei Punkten Rückstand auf Rang drei dürfte die Eintracht im Falle eines Sieges sogar weiter von der Champions League träumen.

Doch am Montag wird es nicht so leicht wie im Hinspiel, als Luka Jovic mit fünf Toren beim 7:1 ein Stück Bundesliga-Geschichte schrieb. Nach diesem Debakel am achten Spieltag war Düsseldorf Letzter. In den vergangenen zehn Spielen hat der Aufsteiger nach dem FC Bayern die zweitmeisten Punkte geholt und ist fast schon gerettet.

Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel, von 2004 bis 2009 selbst erfolgreich in Frankfurt tätig, bezeichnet das Team seines Kollegen Adi Hütter als die «offensivstärkste Mannschaft der Bundesliga». Er versichert aber: «Wir sind nicht mehr das Team aus der Hinrunde.» Und auch Hütter weiß: «Wir müssen auf der Hut sein.»

Fotocredits: Swen Pförtner
(dpa)

(dpa)

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