MENU
Den Handyvertrag richtig kündigen

Den Handyvertrag richtig kündigen

31. März 2016 • Ratgeber

Nur rund 17 Prozent aller Deutschen kündigen ihren alten Vertrag und wechseln den Mobilfunkanbieter. Unter anderem liegt das daran, dass man dem gewählten Unternehmen mindestens 24 Monate lang treu bleiben muss, will man die angebotenen Vergünstigungen nutzen. Den Handynetzbetreiber danach wieder loszuwerden, ist außerdem gar nicht so einfach und kann sogar echt teuer werden.

Die fiesen Tricks der Mobilfunkanbieter

Damit Sie gar nicht erst ans Fremdtelefonieren denken, schicken die meisten Mobilfunkanbieter ihre Rechnungen per Mail, da die Kunden dem virtuellen „Papierkram“ in der Regel weniger Aufmerksamkeit widmen. Dabei lohnt es sich durchaus, immer wieder auch die Konditionen der Konkurrenz zu prüfen – nutzen Sie dafür am besten Preisvergleichsportale wie etwa Verivox – und bei Bedarf den Handynetzbetreiber zu wechseln.

Die Beendigung dieser Partnerschaft klappt allerdings auch nicht mühelos, denn die Laufzeiten von Handyverträgen verlängern sich automatisch, wenn man nicht rechtzeitig etwas dagegen unternimmt. Im Normalfall besteht drei Monate Kündigungsfrist, wird diese versäumt, geht die Bindung automatisch in die nächste Runde, die wieder ein Jahr dauert.
Ebenso wichtig ist die Art der Kündigung – sollte sie nicht „vertragskonform“ sein, kann sie abgelehnt werden. Bis Sie das neue Schreiben verfasst und abgeschickt haben, ist die Frist unter Umständen schon verstrichen. Der Mobilfunkanbieter sagt dann: „Pech gehabt, versuchen Sie es nächstes Jahr noch einmal!“

So werden Sie Ihren Handynetzbetreiber los

  • Sie sollten immer schriftlich kündigen, am besten per Einschreibebrief. Zur Sicherheit lesen Sie die Konditionen auf der Internetseite Ihres Vertragspartners.
  • Bei Beendigung des Vertragsverhältnisses geben Sie neben den Daten wie Adresse und Mobilfunknummer immer auch die Kundennummer an. Bei der Formulierung der Kündigungsabsicht nennen Sie den Grund dafür. Brief unterschreiben nicht vergessen!
  • Wahrscheinlich erhalten Sie Tage später einen „Rückgewinnungsanruf“ (seltener Brief, Mail oder SMS). Bleiben Sie standhaft und nennen Sie weiterhin Ihren Grund für die Kündigung (einer genügt!). Im Idealfall erwähnen Sie ein attraktives Angebot des Konkurrenten Ihres Mobilfunkanbieters.
  • Sollten Sie ins Ausland umziehen, müssen Sie, bei Vorlage eines Beweises, jederzeit aus Ihrem Vertrag entlassen werden.
  • Sie können sich mit etwas Verhandlungsgeschick aus Ihrem Vertrag „hinauskaufen“ – beispielsweise indem Sie anbieten, die Grundgebühr der restlichen Laufzeit auf einmal abzugelten.

Nur wechseln, wenn es sich lohnt

Ein Personalausweis und fünf Minuten Zeit – das benötigen Sie, um den Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter abzuschließen. Sehr viel länger sind Sie an dieses Unternehmen gebunden, und sehr viel umständlicher ist es, den Vertragspartner wieder loszuwerden. Kündigen Sie nur, wenn es sich für Sie lohnt, und halten Sie dabei die notwendigen Formalitäten unbedingt ein. Schließen Sie einen neuen Vertrag nur schriftlich und nie spontan auf der Straße oder am Telefon ab, prüfen und vergleichen Sie vorher alle Angebote gründlich.

Bildquelle: Thinkstock, 161143989, Wavebreak Media, Wavebreakmedia Ltd

Kommentare sind geschlossen-

« »