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«50+1 private Gründe»: Rettig verlässt den FC St. Pauli

20. März 2019 • Fussball

Hamburg – Die Nachricht kam überraschend: Andreas Rettig räumt aus privaten Gründen seinen Posten als kaufmännischer Geschäftsleiter beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli und kehrt in seine Wahlheimat Köln zurück.

Am 30. September ist für den 55-Jährigen Schluss am Millerntor. «Die Entscheidung, diesen großartigen Verein zu verlassen, ist mir unglaublich schwer gefallen, aber es gibt „50+1“ private und persönliche Gründe für diesen Schritt», wurde Rettig auf der Homepage der Kiezkicker zitiert.

«Der Zeitpunkt der Entscheidung fällt in eine Situation, in der der Verein wirtschaftlich wie tabellarisch solide aufgestellt ist», sagte Vereinspräsident Oke Göttlich. Aktuell steht die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski auf dem vierten Tabellenplatz und hat auch nach den beiden jüngsten 0:4-Pleiten im Stadtderby gegen den Hamburger SV sowie beim SV Sandhausen noch Aufstiegschancen.

Nach dem Ende seiner Zeit als Geschäftsführer bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hatte Rettig, der zuvor für den SC Freiburg, den 1. FC Köln und den FC Augsburg als Sportlicher Leiter tätig war, am 1. September 2015 beim FC St. Pauli angeheuert. In seiner Position als kaufmännischer Geschäftsleiter setzte er sich unter anderem für den Erhalt der 50+1-Regel ein, die den Einfluss von Investoren auf die Clubs reduzieren soll. Dabei scheute er auch die Konfrontation mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge nicht. Zuletzt hatte es Gerüchte über einen Wechsel Rettigs zum abstiegsbedrohten Bundesligisten Hannover 96 gegeben, die der 55-Jährige aber selbst schnell dementierte.

«Die Gespräche über Andreas‘ Ausscheiden waren freundschaftlich, respektvoll und zu jeder Zeit von weitsichtiger Planung für den FC St. Pauli geprägt», sagte Göttlich weiter: «In Sachen Integrität und Loyalität dem Verein gegenüber sowie seiner Arbeit in den vergangenen knapp vier Jahren können wir nur den Hut ziehen.» Rettig kündigte an, bis zum Ende September seine «ganze Kraft in die weitere, positive Entwicklung des Clubs» zu stecken. Über eine Nachfolge will der Club zum Beginn der Saison 2019/20 entscheiden.

Fotocredits: Lukas Schulze
(dpa)

(dpa)

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