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Skikleidung waschen und pflegen: So bleibt Ihre Ausrüstung funktionsfähig

Regelmäßiges Waschen schadet Skijacke und Skihose nicht, wenn Sie dabei einige Punkte beachten. So reinigen, trocknen und imprägnieren Sie Ihre Wintersportkleidung richtig.

Skijacke und Skihose auf einem Wäscheständer im Waschkeller neben einer Waschmaschine

Skijacken und Skihosen sind oft teuer, entsprechend vorsichtig gehen viele Menschen mit ihnen um. Manche Ausrüstung hängt deshalb jahrelang ungewaschen im Schrank. Doch gerade das kann ihr schaden: Hautfett, Schweiß, Sonnencreme und Straßenschmutz setzen sich im Gewebe fest und beeinträchtigen dessen Funktion. Mit dem passenden Waschmittel und etwas Sorgfalt lässt sich Skikleidung problemlos zu Hause reinigen. Hier erfahren Sie, worauf es von der Vorbereitung bis zur Lagerung ankommt.

Warum sich regelmäßiges Waschen lohnt

Moderne Skibekleidung soll zwei Dinge zugleich leisten: Nässe von außen abhalten und Wasserdampf vom Körper nach außen lassen. Dafür sorgen je nach Modell eine Membran oder eine spezielle Beschichtung. Lagern sich Schmutz und Körperfette auf dem Material ab, kann die Feuchtigkeit schlechter entweichen. Sie fühlen sich dann schneller klamm und kühlen in Liftpausen leichter aus. Auch die wasserabweisende Außenschicht lässt nach, wenn sie verschmutzt ist.

Eine feste Regel, wie oft gewaschen werden sollte, gibt es nicht. Als Orientierung gilt:

  • Skijacke und Skihose: bei sichtbaren Flecken, unangenehmem Geruch und spätestens am Ende der Saison
  • Funktionsunterwäsche aus Kunstfasern: möglichst nach jedem Tragen
  • Merinowäsche: nach dem Tragen gut auslüften und bei Bedarf waschen

Vorbereitung: Diese Handgriffe schützen das Material

Sehen Sie zuerst auf das Pflegeetikett, denn die Angaben des Herstellers haben Vorrang vor allgemeinen Tipps. Ist Handwäsche oder chemische Reinigung vorgeschrieben, halten Sie sich daran. Ansonsten bereiten Sie die Wäsche so vor:

  1. Leeren Sie alle Taschen und nehmen Sie auch den Skipass heraus.
  2. Schließen Sie Reißverschlüsse und Klettverschlüsse, damit sie den Stoff nicht aufrauen.
  3. Entfernen Sie abnehmbare Teile wie Fellkragen oder Gürtel.
  4. Behandeln Sie grobe Flecken vorsichtig mit einem feuchten Tuch und etwas Funktionswaschmittel.
  5. Reinigen Sie die Einspülkammer, wenn sich dort Reste von Weichspüler befinden könnten.

So gelingt die Wäsche in der Maschine

Die meisten Hersteller empfehlen ein Schonprogramm bei niedriger Temperatur, häufig sind das 30 Grad. Füllen Sie die Trommel nur locker, damit sich das Waschmittel gut verteilt und vollständig ausgespült werden kann. Oft ist es sinnvoll, Jacke und Hose getrennt von normaler Wäsche zu waschen.

Greifen Sie am besten zu einem flüssigen Waschmittel für Funktions- oder Outdoorkleidung und dosieren Sie es nach Packungsangabe. Tabu sind dagegen:

  • Weichspüler: Er hinterlässt einen Film, der die Poren der Membran zusetzen und den Feuchtigkeitstransport dauerhaft verschlechtern kann.
  • Bleichmittel und Fleckensalz: Beides kann Fasern, Beschichtungen und Farben angreifen.
  • Hohe Schleuderdrehzahlen: Sie belasten Nähte und Beschichtungen unnötig.

Bleiben nach dem Waschgang Schaumreste sichtbar, starten Sie zusätzlich einen Spülgang. So bleiben keine Rückstände im Gewebe zurück.

Trocknen und imprägnieren

Hängen Sie die Kleidung am besten auf einem Bügel an einem luftigen Ort auf. Heizkörper und pralle Sonne sind dafür ungeeignet. Ob ein Trockner erlaubt ist, verrät das Pflegeetikett. Bei manchen Materialien frischt eine schonende Wärmebehandlung sogar die wasserabweisende Ausrüstung auf. Das gilt aber nicht für jedes Kleidungsstück.

Danach ist die Imprägnierung an der Reihe, denn Waschen kann die Schutzschicht schwächen. Sie haben zwei Möglichkeiten:

MethodeAnwendungGeeignet für
SprayIm Freien auf die saubere Außenseite sprühen, gezielt auch an Schultern, Ärmeln und KnienKleidung mit Innenfutter und stark beanspruchte Stellen
EinwaschmittelNach der Reinigung in einem eigenen Waschgang anwendenEinlagige Kleidung ohne Futter, sofern der Hersteller das Mittel freigibt

Ob eine neue Imprägnierung nötig ist, zeigt ein einfacher Test: Träufeln Sie etwas Wasser auf den Stoff. Perlt es ab, ist die Schutzschicht noch intakt. Zieht es ein und wird das Gewebe dunkel, sollten Sie nachbessern. Viele Hersteller raten ohnehin dazu, nach jeder Wäsche neu zu imprägnieren. Achten Sie beim Kauf auf Produkte, die zum Material passen, und bevorzugen Sie möglichst umweltverträgliche Mittel ohne PFC.

Richtig lagern bis zum nächsten Winter

Waschen Sie Ihre Ausrüstung vor der Sommerpause, denn eingetrocknete Rückstände lassen sich später schwerer entfernen. Bewahren Sie die Kleidung vollständig trocken, sauber und locker hängend an einem kühlen, dunklen Ort auf. Luftdichte Plastikhüllen sind ungeeignet, weil sich darin Restfeuchte stauen kann. Ein atmungsaktiver Kleidersack schützt dagegen vor Staub. Prüfen Sie außerdem Nähte und Reißverschlüsse: Kleine Schäden lassen sich in der Nebensaison meist ohne Zeitdruck reparieren.

Häufige Fragen

Darf ich normales Waschmittel verwenden?

Das hängt vom Produkt und vom Pflegeetikett ab. Vor allem Pulver und stark parfümierte Mittel können Rückstände hinterlassen. Mit einem Funktionswaschmittel sind Sie auf der sicheren Seite.

Wie wasche ich eine Skijacke mit Daunenfüllung?

Verwenden Sie ein spezielles Daunenwaschmittel und ein Schonprogramm. Falls das Etikett den Trockner erlaubt, helfen saubere Trocknerbälle dabei, die Füllung aufzulockern. Die Jacke muss vollständig durchtrocknen, damit die Daunen nicht verklumpen oder muffig werden.

Kann ich Skihandschuhe in die Maschine geben?

Das ist nicht bei allen Modellen möglich. Vor allem Lederhandschuhe brauchen eine eigene Pflege. Richten Sie sich daher nach dem Etikett und lassen Sie die Handschuhe nach der Reinigung langsam bei Zimmertemperatur trocknen.

Was tun, wenn die Jacke trotz Imprägnierung Wasser aufnimmt?

Reinigen Sie sie zunächst gründlich und imprägnieren Sie sie anschließend erneut. Dringt weiterhin Wasser durch, können Membran oder Nahtabdichtung beschädigt sein. In diesem Fall kann ein Fachgeschäft oder der Hersteller weiterhelfen.