Seit 2004 setzt sich der Trend einer rückläufigen Abtreibungsquote in Deutschland fort. Bereits 2008 hatte die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche um 2,0 Prozent abgenommen. Die Anzahl der Frauen unter 18 Jahren die 2009 eine Abtreibung vornehmen liessen ging im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf rund 4900 zurück. Zwischen 18 und 34 Jahren waren fast drei Viertel der Frauen. 15 Prozent waren zwischen 35 und 39 Jahren, fast acht Prozent 40 Jahre und älter.
Die Mehrzahl der Abtreibungen wurden nach der Beratungsregelung durchgeführt
Den Angaben zufolge wurden mehr als 97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung durchgeführt. In weniger als drei Prozent der Fälle lag für den Abbruch eine medizinische oder kriminologische Indikation vor. Während im vierten Quartal des vergangenen Jahres rund 26 800 Abtreibungen gemeldet wurden, war diese Zahl im vierten Quartal 2008 noch um rund 0,5 Prozent geringer ausgefallen.
(sch / ddp)

4 Kommentare
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Silent Scream schreibt:
11. März 2010, 20:46 Uhr
Diese Zahlen müssen auch in Relation zu den Geburten gesehen werden – wenn immer weniger Frauen schwanger werden, ist es nur logisch, dass auch weniger abtreiben. Außerdem nimmt die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter ab. Gibt es weniger Frauen zwischen 15 und 45 Jahren, so ist auch ersichtlich, dass die Abtreibungszahlen sinken müssen. Des weiteren beruhen die Abtreibungszahlen auf freiwilligen Angaben der Ärzte und es wird nicht jede Abtreibung von ihnen gemeldet. Die Dunkelziffern sind folglich wesentlich höher als die offiziellen Daten.
Leonie schreibt:
12. März 2010, 14:16 Uhr
Die offiziellen Abtreibungszahlen beruhen auf freiwilligen Erhebungen und liegen in Wahrheit vermutlich um einiges höher.
Daran, dass auch die Zahlen der Geburten zurückgehen, lässt sich sehen, dass schlicht die Zahl der Schwangerschaften zurückgeht - der Anteil der abgetriebenen Kinder jedoch gleich bleibt.
Jede Abtreibung ist eine zu viel und 120.000 Abtreibungen sind 120.000 zu viel.
Wirklich verhindern kann man Abtreibungen nur durch Beratung und Hilfe - das zeigt http://www.1000plus.de.
Entscheidungsfreiheit: Ohne Alternative keine freie Wahl
Gaby schreibt:
13. März 2010, 06:55 Uhr
Die Zahlen sind Augenwischerei! Erstens werden viel weniger Frauen schwanger, zweitens ist die Dunkelziffer nicht bekannt. Ausserdem dürfen die Ärzte freiwillige Angaben machen - somit stimmen die offiziellen Zahlen nicht! Wenn ich dann noch die Abtreibungszahlen in relation mit den Geburtenzahlen sehe, ist und bleibt es erschreckend, wieviele Frauen abtreiben müssen, weil sie keinen anderen Weg sehen.
didi schreibt:
13. März 2010, 14:10 Uhr
Auch wenn die offizielle Statistik einen Rückgang der Abtreibungszahlen bestätigt, bedeutet dies immer noch, dass ab jedem Tag in Deutschland über 350 Schwangere in so großer Not sind, dass sie keinen anderen Ausweg als eine Abtreibung sehen. Sie werden von der Gesellschaft alleine gelassen und bekommen keine oder nicht genug Unterstützung bei der Lösung ihrer Probleme. Es gibt in unserem Land aber auch Initiativen, die mit Beratung und Hilfe, ob materiell oder immateriell, Schwangeren Frauen in Not helfen.