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Zahl der Abtreibungen in Deutschland nimmt stetig ab

5. März 2012 • Panorama

Es ist eine positive Tendenz: Schwangere Frauen in Deutschland entscheiden sich immer seltener für eine Abtreibung. Mit rund 108.900 Abbrüchen war die Zahl im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte, gibt es immer weniger Abtreibungen in Deutschland. Zwar sank auch die Anzahl der Frauen im gebärfähigen Alter, dennoch gab es insgesamt weniger Abtreibungen als in den Jahren zuvor.

Schwangerschaftsabbrüche Minderjähriger ebenfalls im Rückgang

Innerhalb eines Jahres ging die Zahl der Minderjährigen, die eine Schwangerschaft abgebrochen haben, um 450 auf rund 4000 zurück. Daraus ergibt sich ein Gesamtanteil aller Schwangerschaftsabbrüche 2011 von rund vier Prozent.

Mit knapp drei Viertel ist die Mehrheit der Frauen, die im vergangenen Jahr abgetrieben hat, zwischen 18 und 34 Jahre alt. Rund acht Prozent der Betroffenen waren älter als 40 Jahre. Kein eigenes Kind hatten 40 Prozent der Schwangeren.

Beratungsregelung als Hauptgrund für Abtreibung

Während medizinische und kriminologische Ursachen einen Anteil von drei Prozent aller gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche ausgemacht haben, wurde mit 97 Prozent der Großteil der Abtreibungen nach der Beratungsregelung vorgenommen. Bei 70 Prozent wurde die Absaugmethode (Vakuumaspiration) verwendet; bei 15 Prozent kam das Medikament Mifegyne zur Anwendung.

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