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3. September 2010, 10:21 Uhr
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Debatte

Wulff und Volk geben Sarrazins Integrations-Thesen Recht

Christian Wullff ergreift Partei für Thilo Sarrazin und kritisiert die wenig volksnahe Politik. Die Verkaufszahlen von Sarrazins Buch in 4. Auflage zeigen grosse Übereinstimmung der Bevölkerung mit seinen Thesen. 

 Wulff und Volk geben Sarrazins Integrations-Thesen Recht
Wulff und Volk geben Sarrazins Integrations-Thesen Recht
Quelle: dapd/ Nigel Traplin
Gestern sprach sich der gesamte Bankvorstand einstimmig gegen Sarrazin aus. Seine Entlassung als  Bundesbank-Vorstand wird wahrscheinlich auch einen Rauswurf aus der SPD zur Folge haben. Wird er entlassen, steht ihm ein Gehalt bis 2014 und eine riesige Abfindung zu Auch sein Buch mit den brisanten Integrationsthesen ist der absolute Kassenschlager.

Zustimmung vom Volk und jetzt auch von Wulff

Studienergebnisse zeigen, dass 50 Prozent der Bürger auch der Meinung sind, es gäbe eine zu hohe Zahl an Ausländern in Deutschland. 84 Prozent gaben nach Aussage des Sozialforschers Andreas Zick der Universität Bielefeld an, dass die muslimische Kultur nicht zur deutschen Kultur passe.

Bundespräsident Christian Wulff unterstützt Sarrazin und seine Thesen

Nicht nur die Bevölkerung scheint grösstenteils auf seiner Seite zu sein, sondern jetzt nimmt sogar Bundespräsident Christian Wulff Sarrazin und seine Thesen in Schutz: Die mangelnde Integrationsbereitschaft der Migranten sei ein grosser Misstand in Deutschland.

Wulff bestätigte grosse Missstände in der deutschen Ausländerpolitik: "Versäumte Anstrengungen bei der Integration müssen nachgeholt werden", sagte er nach der "Mainzer Allgemeinen Zeitung". "Klare Forderungen an die Zuwanderer" und "Integrationskurse" wären ein probates Mittel.

Sogar der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU), räumt nach "Neuen Osnabrücker Zeitung" ein, es gäbe "zu viele Fälle von Integrationsverweigerung". Dies untermauert er mit konkreten Erläuterungen zu Sprachkursen für die ausländischen Sozialleistungsempfänger: "Fast ein Drittel derjenigen, die zu Sprachkursen verpflichtet wurden, damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen, kommen nicht oder brechen den Kurs vorzeitig ab." Konsequenzen ziehe der deutsche Staat keine, das Verhalten der Migranten wird geduldet.

Reaktionen von Union und SPD

Die SPD veranstaltet wieder vage, schuldzuweisende und beschönigende Äusserungen über Vielleicht-Pläne: Innenpolitischer Sprecher der SPD, Dieter Wiefelspütz, erwähnte die Integration als "das Mega-Thema der nächsten Jahre". Deutschland stehe besser da als viele andere EU-Länder. Doch mehr sei möglich. "Insbesondere der Bundesinnenminister ist zu passiv. Er muss das Thema Integration endlich an die Spitze seiner Agenda setzen", meinte Wiefelspütz der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Auch in der Union versuchte man es mit Anschuldigungen: Unions-Obmann im Bundestags-Finanzausschuss, Hans Michelbach, gab den Sozialdemokraten die Schuld am Sarrazin-Skandal. "Die Verantwortung für den Fall Sarrazin liegt einzig und allein bei der SPD", sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Die SPD hat den Bundesbank-Vorstand missbraucht, um den ihr lästigen damaligen Berliner Finanzsenator dorthin abzuschieben. Sie wusste, dass er ein Provokateur ist."

Hintergrund

Wegen seiner umstrittenen Thesen droht Sarrazin neben seiner Entlassung als Bundesbank-Vorstand auch der Rausschmiss aus der SPD. Sein Berliner SPD-Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf leitete am Donnerstag den Parteiausschluss ein, weil der frühere Berliner Finanzsenator die Partei mit seinem Verhalten schädige. (rig / dapd)
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Kommentare (4)
  1. Europäer schreibt:
    5. September 2010, 07:31 Uhr

    Man kann nur hoffen,daß unsere Politiker Vernunft annehmen und diese Hexenjagd abblasen.Denn wer offenen Auges durch unsere Großstädte geht wird feststellen,daß größere Teile ihren europäischen Charakter verlieren.Die Bewohner dieser Viertel anerkennen auch nicht mehr das europäische Rechtssytem und liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei.Archaische Rechtsvorstellungen machen sich breit,Frauen werden zum Teil wie Vieh verkauft,Blutrache und Ehrenmorde sind keine Seltenheiten mehr.Das kann nicht länger akzeptiert werden.Von diesen Leuten ist niemand eingeladen worden der unsere Regeln nicht akzeptieren will.Wir halten niemanden auf das Land zu verlassen,wenn es ihm hier nicht gefällt.Aber seltsamerweise klammern sich diese Leute,die uns beschimpfen und ausnehmen,hier fest.Warum wohl?Diese Frage stellte sich auch Thilo Sarrazin und dafür will man ihn bestrafen.

  2. Christian Reimer schreibt:
    8. September 2010, 10:01 Uhr

    Die Bundesrepublik Deutschland muss Herrn Dr. Sarrazin zu allergrößtem Dank verpflichtet sein. Denn er hat etwas angepackt, das die allermeisten Einwohner bewegt und das klar und deutlich auszusprechen sich im nationalsozialistisch vorbelasteten Deutschland bisher nur niemand getraut hat. Sarrazin anerkennt die Leistungen unserer integrierten, steuernzahlenden Migranten und wendet sich lediglich gegen die zunehmende Masse derer, die unsere aufgeklärte Gesellschaft ablehnen und Parallelgesellschaften mit archaischen Rechtsvorstellungen sowie ohne Beteiligung der deutschen Sprache bilden, wobei sie sich vom deutschen Staat für ihr Nichtstun alimentieren lassen. Dafür gebührt Herrn Dr. Sarrazin Dank und Anerkennung.

  3. Sandra schreibt:
    8. September 2010, 14:01 Uhr

    Die Menschen werden wach-
    als Islamkritiker darf man nicht als Rassist oder rechtsextrem bezeichnet werden.
    Sarrazin schreibt Klartext. Das wissen die meißten Bürger, weil sie nicht blind sind.
    Ich stehe hinter Sarrazin, ich kenne keinen, der es nicht tut.

  4. lutz jaoder schreibt:
    15. September 2010, 19:44 Uhr

    Es ist interessant, zu lesen, dass ein Herr Wulff nach der hinter ihm liegenden “Gefahr” meint, Farbe bekennen zu müssen. Man hätte sich nachhaltiges Engagement gewünscht, leider aber nicht erst nach, sondern bereits bei Auftritt des vermeintlichen Problems. Bleibt abzuwarten, wie es mit seinem im Wind hängenden Mäntelchen weiter geht.

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Christian Wullff ergreift Partei für Thilo Sarrazin und kritisiert die wenig volksnahe Politik. Die Verkaufszahlen von Sarrazins Buch in 4. Auflage zeigen grosse Übereinstimmung der Bevölkerung mit seinen Thesen. 

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