Die länderübergreifend agierende Polizeiorganisation Interpol ist ein massiver Schlag gegen die Fussball-Wettmafia gelungen. Interpol nahm in mehreren asiatischen Ländern über 5000 Personen vorläufig fest und beschlagnahmte in Spiel- und Wett-Lokalen etwa 7,8 Millionen Euro.
Für Interpol ist es riesiger Erfolg. In rund 800 Spiel- und Wett-Lokalen in Malaysia, Singapur, Thailand sowie China und den chinesischen Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao wurden in den WM-Tagen zwischen dem 11. Juni und 11. Juli Wetten in geschätzter Gesamthöhe von über 155 Millionen Dollar abgeschlossen. Interpol konnte bei den Durchsuchungen etwa 7,8 Millionen Euro sicherstellen. Für Interpols Exekutivdirektor Jean-Michel Louboutin steht fest: "Die illegalen Fussball-Wettgruppen haben nicht nur klare Beziehungen zu Banden des organisierten Verbrechens, sondern werden auch mit Korruption, Geldwäsche und Prostitution in Verbindung gebracht."
Kein Hinweis auf Spielmanipulationen bei der WM 2010
Allein in Malaysia werden jährlich mit Sportwetten fünf Milliarden Euro umgesetzt. Dabei drohen in Malaysia drastische Strafen für die illegalen Fussballwetten von bis zu fünf Jahren Haft und Geldstrafen von umgerechnet bis zu 50 000 Euro. Nicht selten stehen die Wetten in direktem Zusammenhang mit Spielmanipulationen und Bestechung. Bereits 2008, während der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz hatte Interpol in Asien bereits knapp 1100 Spielhöllen ausgehoben und rund 1300 Verdächtige festgenommen. Hinweise auf Spielmanipulationen bei der Weltmeisterschaft in Südafrika liegen derzeit nicht vor.
(bpc / dpa)

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