Vor Ort bekräftigte Westerwelle erneut das Anliegen der Bundesregierung, Präsident Karsai zu einer stärkeren Bekämpfung der Korruption im Land anzuhalten und weiterhin "mit der selbsttragenden Sicherheit in Afghanistan so weit" voranzukommen, dass die Abzugspläne der Bundeswehr mittelfristig umgesetzt werden können.
Westerwelle wird nach der Amtseinführung zu einem Truppenbesuch aufbrechen
Während der gestrigen Kabinettsklausur in Meseberg bei Berlin hatte die schwarz-gelbe Regierung den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan um ein weiteres Jahr verlängert. Zudem wurde ein Strategiepapier vorgestellt, das schrittweise mehr Selbstverantwortung für Afghanistan in Sicherheitsfragen vorsieht.
Nach der Amtseinführung Karsais wird Westerwelle zu den in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans stationierten Bundeswehrtruppen weiterreisen. Zur Zeit befinden sich in Afghanistan rund 4500 Bundeswehrsoldaten im Einsatz. Bereits in der letzten Woche war Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg als erstes Mitglied der neuen Bundesregierung zu einem Truppenbesuch in Kabul eingetroffen.
(sch / dpa)

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