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27. Januar 2010, 11:05 Uhr
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Politikwechsel

Westerwelle verteidigt neue Afghanistan-Strategie

Im ZDF-"Morgenmagazin" erklärte Aussenminister Guido Westerwelle (FDP), dass die neue Strategie in der Afghanistan-Politik überfällig sei. Bereits in der Opposition habe er dafür plädiert, vom militärischen Fokus abzurücken und mehr auf den Aufbau ziviler Strukturen zu setzen.
Westerwelle verteidigt neue Afghanistan-Strategie
Westerwelle verteidigt neue Afghanistan-Strategie
Quelle: ddp / Thomas Imo
In der neuen Strategie der Bundesregierung für Afghanistan werde man sich mehr auf den zivilen Aufbau und die innere Aussöhnung Afghanistans konzentrieren. Der Aussenminister räumte aber ein, dass das neue Konzept auch misslingen könnte: "Niemand kann garantieren, dass die neue Strategie erfolgreich ist, aber die Fortschreibung der alten Strategie wäre in jedem Fall erfolglos gewesen."

Deutsche Afghanistan-Politik setzt verstärkt auf Ausbildung

Rund 280 Soldaten der Bundeswehr sind bisher mit der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte betraut. Die neue Strategie sieht für die Ausbildung nun 1.400 Ausbilder vor, die die Afghanen dazu befähigen sollen, eigene Sicherheitsstrukturen aufzubauen. Personell soll die Bundeswehr 500 Soldaten mehr erhalten, die Zahl der Polizeiausbilder soll auf 200 von bisher 123 steigen.

Entwicklungshilfe und Aussteigerprogramm für Taliban

Die deutsche Bundesregierung will neben der Truppenaufstockung auch mehr Entwicklungshilfe für Afghanistan bereit stellen. Zudem soll ein Programm entwickelt werden, um Taliban den Ausstieg aus ihrem Netzwerk zu ermöglichen. Westerwelle betonte im ZDF, dass das neue Konzept auch von der US-Aussenministerin Hillary Clinton in einem persönlichen Telefonat mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen wurde.

Für 2010 bereits Rückzugspläne

Die Bundeswehr soll sich bereits im laufenden Jahr aus bestimmten Gebieten in Afghanistan zurückziehen. Für 2011 ist eine Reduzierung des Bundeswehrkontingents vorgesehen, was bis 2014 schliesslich dazu führen soll, dass die Verantwortung für die Sicherheit des Landes komplett an die Afghanen übertragen wird. (hkn / ddp)
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Im ZDF-"Morgenmagazin" erklärte Aussenminister Guido Westerwelle (FDP), dass die neue Strategie in der Afghanistan-Politik überfällig sei. Bereits in der Opposition habe er dafür plädiert, vom militärischen Fokus abzurücken und mehr auf den Aufbau ziviler Strukturen zu setzen.
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