Das GutenPlag Wiki wird anonym betrieben. Es ist nicht bekannt, wer es gegründet hat und auch die freiwilligen Helfen nutzen Pseudonyme, häufig einfach "Ein Wiki-Nutzer". Ursprünglich hatten die Initiatoren der Aktion mit einem Dokument bei Google Docs begonnen. Man musste sich jedoch schnell eine größere Plattform suchen, denn Google Docs kann nur bis zu 100 Mitarbeiter erkennen. Diese Zahl ist längst überschritten. Innerhalb der ersten 24 Stunden hatte die Seite eine Million Klicks. Die Wiki-Seite bietet nun die Möglichkeit für jeden, sich an der Untersuchung von Guttenbergs Doktorarbeit zu beteiligen. Jeder kann eigene Vorschläge einbringen oder die der anderen bearbeiten. Alle Änderungen sind dabei sichtbar und nachzuvollziehen.
Bereits 120 fragwürdige Textstellen aufgelistet
Die Seite ist so aufgebaut, dass auf einer Seite Guttenbergs Text zu sehen ist, daneben die Quelle, von der die entsprechende Passage abgeschrieben sein soll. Zu der Quelle gibt es Autorenname, bibliografische Angaben und manchmal sogar eine direkte Verlinkung zu dem Dokument. 120 fragwürdige Textstellen sind bereits gefunden worden, unter denen auch die sind, die Andreas Fischer-Lescano entdeckt hatte. Der Bremer Politikwissenschaftler hatte als erster Plagiatsvorwürfe gegenüber Guttenberg erhoben und die ganze Sache ins Rollen gebracht.
(mas)


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Anna schreibt:
1. März 2011, 21:28 Uhr
Hoffentlich werden jetzt auch Doktorarbeiten von Politikern der Opposition überprüft, vor allem von Personen, die zwei Doktorgrade führen! Nach dem Motto: WEr am lautetesten nach Vergeltung schreit, hat sicher selber gleiches gemacht.