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Wenn es plötzlich schmerzt – So lässt sich eine Nervenentzündung behandeln

12. August 2015 • Gesundheit, Leben

Die Kopfhaut ist überempfindlich, in Armen und Beinen kribbelt es immer wieder und normale Bewegungen fallen schwer – eine Nervenentzündung hat viele Gesichter. Auch die Ursachen einer Neuritis können sehr unterschiedlich ausfallen. Je nach Auslöser verordnen Ärzte eine andere Therapie, um die Nervenentzündung zu behandeln.

Ein Nerv besteht aus mehreren Nervenfasern, den Axonen, die von Bindegewebe umgeben sind. Sie sind der Fortsatz der Nervenzelle und für die Weiterleitung von Informationen beziehungsweise das Empfangen von Botschaften innerhalb des körpereigenen Systems zuständig. Durch verschiedene Einflüsse kann die Funktion der Nerven gestört werden – eine Nervenentzündung liegt vor.

Symptome und Ursachen einer Neuritis

Wenn Patienten mit Missempfindungen wie Kribbeln oder undefinierbaren Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder Lähmungserscheinungen zum Arzt gehen, lautet die Diagnose häufig Nervenentzündung. Am häufigsten vom Nervenschmerz, der Neuralgie, betroffen sind Kopf, Gesicht, Arme und Beine. Auch andere Symptome wie Durchblutungsstörungen, Bewegungsstörungen, Muskelschwäche oder Überempfindlichkeit sind typisch für eine Neuritis, die Entzündung eines Nervs. Dabei spielen vorangegangene Krankheiten und aktuelle gesundheitliche Probleme eine große Rolle.

Meistens wird eine Neuritis durch Giftstoffe wie Alkohol oder Chemikalien hervorgerufen. Aber auch Infektionskrankheiten, Rheuma, Durchblutungsstörungen oder Tumore können zu einer Nervenentzündung führen. In einigen Fällen ist der Auslöser ein Trauma, das durch einen Unfall ausgelöst wurde, oder eine Mangel- oder Fehlernährung.

Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten

Soll der Arzt die Nervenentzündung behandeln, wird er je nach Auslöser eine andere Therapie verordnen. Gegen die heftigen Schmerzen kommen Analgetika zum Einsatz. Bei einer Infektion werden zudem Antibiotika verordnet. Liegt ein orthopädisches Problem vor, kann Physiotherapie helfen, die Neuritis zu heilen. Bei Stoffwechselstörungen ordnet der Arzt eine speziell abgestimmte Diät an. Sind Giftstoffe die Ursache, sollten diese umgehend gemieden werden. Alternativ können auch Akupunktur oder psychotherapeutische Behandlungen angewendet werden, um die Beschwerden der Nervenentzündung zu lindern.

Einer Nervenentzündung vorbeugen

Doch es muss nicht erst so weit kommen: Durch eine gesunde Lebensweise kann man der Neuritis vorbeugen. Körperliche Fehlhaltungen oder Überlastungen, wie sie in einigen Berufen gang und gäbe sind, sollten vermieden werden. Auch einseitige Tätigkeiten oder Stress können eine Nervenentzündung begünstigen. Mit Entspannung im Alltag, regelmäßiger und ausreichender Bewegung sowie einer gesunden, ausgewogenen Ernährung lässt sich einer Nervenentzündung vorbeugen.


Bild: Thinkstock, 166609650, iStock, Atide

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