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16. September 2008, 10:47 Uhr
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US-Bankenkrise

Weltweite Panik an den Börsen, weitere US-Firmen gefährdet

Die Bankenkrise in den USA sorgt weltweit für Kurseinbrüche an Börsen. Vor allem der Ostasiatische und pazifische Raum sind stark davon betroffen.
In Tokio brach der Nikkei um zeitweise über 5 Prozent ein.
In Tokio brach der Nikkei um zeitweise über 5 Prozent ein.
Quelle: dpa
So stürzten die Börsen in Australien, Südkorea, Singapur und Hongkong tief in die roten Zahlen. In Tokio fiel der Nikkei zum Handelsauftakt erstmals seit einem halben Jahr unter 12.000 Punkte. Der Leitindex brach zeitweise um mehr als 5 Prozent ein.

Nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers hatten die Finanzmärkte in den USA einen "schwarzen Montag" erlebt. Der US-Leitindex Dow Jones erlitt den stärksten Einbruch seit den Terrorangriffen vom 11. September 2001 als der Handel zwischenzeitlich unterbrochen worden war und verlor 4,42 Prozent auf 10 917,51 Punkte.

Der deutsche Bundesbankpräsident Axel Weber fürchtet aber dennoch keine größeren Turbulenzen in Deutschland. In den ARD-"Tagesthemen" sagte er: "Eine Sorge um die Stabilität des deutschen Finanzsystems oder der deutschen Bankenwelt ist überhaupt nicht gerechtfertigt." Er hoffe auf ein Signal der Entspannung.

Am Dienstag wird die weitere Entscheidung der US-Noten zur Zinspolitik erwartet. Dabei könnte nach der jüngsten Zuspitzung der US-Finanzkrise nach Einschätzung einiger Experten der Leitzins doch weiter gesenkt werden. Der Zielsatz für Tagesgeld könnte laut einigen Experten von 2,00 Prozent auf 1,75 Prozent fallen.

Nach der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers ist nun auch der angeschlagene Versicherungskonzern AIG (American International Group) von einer Pleite gefährdet. Die AIG-Aktie brach am Montag um mehr als 60 Prozent auf 4,76 Dollar ein. Dies führte zu Problemen bei der Kapitalsuche.

Auch die größte US-Sparkasse, Washington Mutual, droht übernommen zu werden. Ihre Aktien fielen am Montag um fast 27 Prozent auf nur noch 2 Dollar. Zu Entspannung der Lage könnten lediglich die Quartalszahlen der führenden Investmentbank Goldman Sachs beitragen. Experten gehen zwar von einem Gewinneinbruch, aber von keinen Verlusten aus. (pav / dpa)
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