
Die NASA bestätigte die Existenz von Wasser auf dem Mars.
Quelle: ddp / ESA
Bei der Erhitzung in dem kleinen Ofen sei aus dem beinhalteten Eis Wasserdampf entstanden. Nun soll die Sonde noch herausfinden, ob das entdeckte Eis in der Oberflächennähe wirklich regulär schmilzt, denn dies könnte darauf hinweisen, dass es auf dem Mars ein Lebensraum für Mikroben existiert. Zudem sei noch ungewiss, ob der Marsboden noch tiefer als einen halben Meter unter der Oberfläche gefroren ist.
Wasser ist eine signifikante Bedingung für organisches Leben und die Forscher vermuten schon seit einigen Jahren, dass auf dem Planeten Mars in der Tat Eis existiert, allerdings fehlten bisher eindeutige Beweise dafür.
Das Team um Prof. William Boynton von der Universität Arizona war sich schon vor einem Monat sicher, dass sie Wasser auf dem Mars glaubten nachweisen zu können, aber erst jetzt konnte der Nachweis wirklich erbracht werden. Diese sensationelle Entdeckung ist ein vielversprechender Erfolg der Marssonde in der Weltraumforschung. "Phoenix" war knapp zehn Monate auf der Reise zum Mars und begann Ende Mai mit den Forschung und Bodenproben.
Wie die US-Wissenschaftler mitgeteilt haben, hatte ein Roboterarm der Sonde die gefrorenen Proben des Bodens im nördlichen Bereich vom Mars gesammelt. Mitte der Woche wurden diese Proben dann in dem Ofen des Labors erwärmt, wobei sich Wasserdampf entwickelt hatte, dies bestätigten die Forscher. Für die Probenentnahme hatte der Roboterarm zuvor eine kleine Furche ausgehoben und konnte so dem Labor die notwendigen Eisproben liefern.
Weil die Mission der Sonde, mit dem Ziel der Wassersuche, so erfolgreiche Erkenntnisse hervorbringt, plant die NASA jetzt eine Verlängerung um zwei weitere Monate von "Phoenix" bis Ende September. Nach einer lange Reise von knapp 680 Millionen zum Roten Planeten war die Sonde auf dem Mars gelandet.
Es schien bereits von Beginn an eine vielversprechende Mission zu werden, denn die Sonde ist nicht wie viele andere zuvor, bereits beim Landen zerstört worden. Auch wenn es einige kleine Probleme gegeben hat, so kann die Mission im Ganzen eine erfolgreiche Bilanz ziehen, bei der nun auch Wasser nachgewiesen werden konnte.
Zuerst funktionierte der Roboterarm nicht richtig und dann konnten die entnommenen Bodenproben wegen Verklumpung nicht im Miniaturofen untersucht werden. Die Forschen hatten es dann doch geschafft, dass mittels eines eingeschalteten Vibrators die Proben zerkleinert wurden und dann in die Öffnung des Ofens zur Analyse gelangen konnten.
Neben der wissenschaftlichen Erkenntnis über den Wasserbestand auf dem Mars, wollen die Forscher weitere Beobachtungen über den Klimawandel herausfinden. Bisher ist noch nicht eindeutig klar, warum sich der sonst warme und feuchte Mars über die Jahre zu einem kalten und teils vereisten Planeten entwickelt hat. Nachgewiesen ist bereits, dass auf dem Roten Planeten große Temperaturschwankungen herrschen, die zwischen -125 und +35 Grad Celsius liegen. (slm / dpa)

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