König Albert II. hat dieser Tage mit reichlich Problemen zu jonglieren, denn es ist seine Aufgabe, die Wahlsieger mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Das wird angesichts der Mehrheitsverhältnisse im belgischen Parlament zu einer schwierigen Angelegenheit.
Im französischen Süden des Landes, der Wallonie, konnten sich ganz klar die Sozialisten durchsetzen, doch im fläischen Norden, wurden die Nationalisten zur stärksten Kraft. Diese tritt nun ganz offen für einen selbständigen Staat Flandern ein, wohingegen die Sozialisten den föderalen Staat stärken wollen.
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich die anstehenden Koalitionsgespräche über Wochen hinziehen werden. Es wird mit keiner neuen Regierung vor dem Beginn der belgischen EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli gerechnet. Die Amtsgeschäfte führt bis dahin der bisherige Premierminister Yves Leterme weiter. Aussichtsreichster Kandidat für den Posten des Regierungschefs ist der Sozialist Elio Di Rupo.
(kat / dpa)

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