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17. Mai 2010, 14:20 Uhr
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Verantwortung

Währungs- und Finanzkrise - das Werk von Generationen am Boden?

Die Welt befindet sich trotz positiv stimmender Wachstumsprognosen weiterhin in ihrer schlimmsten wirtschaftlichen Krise seit 80 Jahren. Misswirtschaft, Spekulationen und gegenseitiger Vertrauensverlust sind Tatbestände der weltweiten Wirtschafts- und Finanz- sowie Schuldenkrise. Wie kann einer Inflation entgegengewirkt werden, ohne sie auf den Rücken ungeborener Generationen abzuladen?
Seit bald zwei Jahren wird in den Medien über geplatzte Spekulationsblasen, Hypothekenkredite, Haushaltsdefizite, bankrotte Banken, Heuschrecken und ähnliches berichtet. Die internationale Verzahnung der Weltwirtschaft, bei der Rädchen aus allen Kontinenten dieser Welt in einander greifen, ist für die wenigsten noch zu durchschauen. Milliarden und Billionen werden Tag täglich an den Börsen innerhalb von Minuten von einem Ende der Welt zum nächsten geschickt, immer dahin wo es gerade am nötigsten ist, oder die beste Rendite in Aussicht gestellt ist.

Offensichtlich ist das Konstrukt der Finanzjongleure von ihnen selbst nicht mehr beherrschbar. Viele sind zum Opfer ihres eigenen Systems geworden. Sie haben nicht nur den Überblick verloren, sondern die Intransparenz der Finanztransaktionen auch weiter verschleiert, um sich der Verantwortung zu entziehen.Sie haben ganze Staaten in Mitleidenschaft gezogen. Diese tragen selbstredend die Hauptverantwortung für ihre Haushaltspolitik und dennoch üben Rating Agenturen oder grosse Bankhäuser und Aktienhändler Einfluss aus, der ein gesundes selbstregulierendes Maas überschritten hat.

Realitätsverlust

Die Nullen, die von Politikern bei ihren Rettungs- und Stabilisierungsmassnahmen an kleine Zahlen angehangen werden, sind für die meisten Menschen nicht mehr vorstellbar. Diese Summen stehen weit ausserhalb der Realität vieler. Offensichtlich wird ein Aufklärungsdefizit der Verwantwortlichen. Wie ging die Verselbstständigung der Finanzmärkte vonstatten? Und vorallem, wie kann die Krise wieder gelöst werden? Welche vertrauensbildenden Massnahmen sowie Kontrollmechanismen sind nötig und werden letztendlich auch weltweit eingeführt und umgesetzt?

Diskutierte Lösungsansätze

Möglich ist eine Finanztransaktionssteuer. Diese macht aber nur dann Sinn, wenn sie weltweit eingeführt wird. Ansonsten wandert das Kapital dorthin, wo es der Steuer entgehen kann und Banken, die eine Steuer zu bezahlen haben, werden die Mehrkosten an ihre Kunden weiterreichen. Vorgeschlagen worden ist auch die Einführung einer Schuldenbremse nach deutschem Vorbild für alle EU-Staaten. Ungedeckte Leerverkäufe sollen verboten werden. Einheitliche Spekulationsrichtlinien für Hedgefonds. Des weiteren wird in Europa die Schaffung eines festen Krisenbewältigungsrahmens, oder auch die Bildung eines unabhängigen europäischen Sachverständigenrates diskutiert.

Gemeinsame Verantwortung

Alles machbar und noch vieles mehr. Doch wird es zu dem gewünschten Ergebnis führen? Zunächst einmal sollte es doch Anliegen eines Jeden sein, sich über die aktuellen Auswirkungen und Geschehnisse zu informieren. Informationen einzufordern und sich mit diesen auseinander zusetzen, erzeugt Teilhabe und macht Kontrolle möglich. Gleichzeitig bedarf es einer Rückbesinnung auf den Wert von geleisteter Arbeit, egal ob sie körperlich oder geistiger Natur ist. Die Anerkennung eines Mehrwertes ist nicht nur durch Aktienkurse und Dividende auszudrücken, sondern durch gemeinsame Verantwortung vor und füreinander zum Wohle aller. (bpc)
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Die Welt befindet sich trotz positiv stimmender Wachstumsprognosen weiterhin in ihrer schlimmsten wirtschaftlichen Krise seit 80 Jahren. Misswirtschaft, Spekulationen und gegenseitiger Vertrauensverlust sind Tatbestände der weltweiten Wirtschafts- und Finanz- sowie Schuldenkrise. Wie kann einer Inflation entgegengewirkt werden, ohne sie auf den Rücken ungeborener Generationen abzuladen?
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