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VW Up GTI: Bezahlbarer Fahrspaß

17. Januar 2018 • Auto

Es ist bereits 42 Jahre her, seit der erste GTI aus dem Hause Volkswagen auf den Markt stürmte. Damals noch im Kleid des ersten Golf und des Scirocco sorgten die drei Buchstaben direkt für Aufsehen und offene Münder. Wenig Gewicht gepaart mit verhältnismäßig viel Leistung ist bekanntermaßen bis heute das Rezept für einen erfolgreichen Sportwagen. Da wundert es kaum, dass Volkswagen nun seinem kleinsten Modell, dem Up, eine GTI-Spritze verpasst. 85 kW/115 PS bei 1.070 Kilogramm kommen den Urdimensionen eines Golf I GTI zwar nicht gerade erstaunlich nahe (870 kg/110 PS), doch in Anbetracht seiner signifikant höheren Sicherheit und einer besseren Dynamik geht das gerade noch einmal in Ordnung.

Ob die 1,2 Sekunden weniger von 0 bis Tempo 100 (8,8 Sekunden) oder die 13 Mehr-km/h in puncto Höchstgeschwindigkeit (196 km/h) – der ab 16.975 Euro VW Up GTI zeigt sich bissig. Auf Nachfrage des mid verrät Rennfahrer-Legende Hans-Joachim Stuck: "Das Tolle am VW Up GTI ist, dass er den jungen Fans der Marke die Chance gibt, ein bezahlbares GTI-Gefühl zu erleben. Er ist zudem dynamisch und dank seines im Vergleich zu seinen GTI-Brüdern geringeren Gewichts ein echter Fahrspaß-Garant."

Allerdings nicht von Anfang an. Denn wer den Zündschlüssel dreht und den 1,0 Liter kleinen Dreizylinder zum ersten Mal zum Leben erweckt wird enttäuscht. Oder besser gesagt er ist geneigt nochmals kurz auf den Frontgrill, die vorderen Kotflügel oder die Heckklappe zu schauen, um sich zu vergewissern ob er denn tatsächlich in einem GTI sitzt. Dieser Eindruck verfliegt jedoch nach den ersten Gaspedalstößen wieder. Erst recht, wenn der 200 Newtonmeter starke Benzinmotor ein wenig Fahrt aufgenommen hat. Was zum vollständigen GTI-Glück fehlt, ist eine automatische Zwischengasfunktion beim Herunterschalter innerhalb des sehr präzise zu bedienenden manuellen Sechsgang-Getriebes. In der Stadt und auf engen Überlandstrecken erübrigt sich dies aber, da sich der 3,60 Meter kurze Up GTI schaltfaul im zweiten Gang fahren lässt. Mit den 5,8 Litern auf 100 Kilometern wird es dann natürlich nichts.

Was sein Urgroßvater Golf I GTI seinem Up-Nachfahren voraus hat, ist eine direktere Lenkung. Hier wird schnell deutlich, dass auch der Zwergen-GTI dafür konzipiert wurde, die meiste Zeit seiner Lebensdauer gemächlich mit dem Verkehr durch die Großstädte zu rollen. Hinzu kommt eine mehr auf Komfort als auf brutale Sportlichkeit ausgelegte Federung. Was selbstverständlich nicht schlecht ist, doch vielleicht den einen oder anderen GTI-Fan ins nächst höhere Regal greifen lässt.

In puncto Design braucht sich der Up GTI jedoch überhaupt nicht vor seinen großen Brüdern zu verstecken. Das berühmte Karomuster "Clark", die Kombiinstrumente, Details in Chrom und Leder sowie ein GTI-Schaltknauf mit roten Nähten und das in "pixels red" gehaltene Dashpad können sich sehen lassen. Von außen ist der VW Up GTI neben den insgesamt vier Schriftzügen an seinen roten Zierleisten, leuchtend roten Bremssätteln, abgedunkelten Scheiben hinten, dem verchromten Endrohr inklusive Heckdiffusor sowie einem Heckspoiler zu erkennen. Der Viersitzer bietet Fahrkomfort sowohl auf kurzen als auch auf langen Strecken. Einzig limitierender Faktor ist der 35 Liter kleine Benzintank. Und wer auf die beiden Sitze im Fond verzichten möchte, der klappt sie einfach um und genießt bis zu 960 Liter Kofferraumvolumen.

Marcel Sommer / mid

Technische Daten VW Golf Up GTI

Zweitüriger, viersitziger Kleinstwagen, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimeter: 3.600/1.910/1.478/2.410; Gewicht: 1.070 kg; Kofferraumvolumen: 350 – 960 l; Preis: ab 16.975 Euro
Motor: Dreizylinder-Benziner; Hubraum: 999 ccm; Leistung: 85 kW/115 PS; Drehmoment: 200 Nm bei 2.000 – 3.500 U/min; Vorderradantrieb; Getriebe: 6-Gang-Manuell; Höchstgeschwindigkeit: 196 km/h; 0-100 km/h: 8,8 s; Verbrauch: 5,7 l/100 km; Tankinhalt: 35 l;

Fotocredits: Volkswagen
Quelle: GLP mid

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