Das uraufgeführte Theaterstück "Ozean", bei dem Volksbühnen-Intendant Frank Castorf Regie führte, basiert auf einem Text von Friedrich von Gagern. Ort der Handlung ist das Zwischendeck eines Segelschiffs nach der gescheiterten deutschen Revolution von 1848/49. Diesem Umstand Rechnung tragend, durften die Premierengäste während der Vorstellung auf Seesäcken nachempfundenen Sitzkissen Platz nehmen.
"Ozean"-Inszenierung: ein wirklich langer Theaterabend in der Volksbühne
Die reguläre Bestuhlung der Volksbühne war aus diesem Anlass entfernt worden. Die viereinhalb stündige Inszenierung war zum Teil geprägt von quälend langwierigen Monologen sowie den gewohnten Albernheiten von Castorfs Regiearbeiten. Dennoch applaudierte das Publikum mit Sympathie für Darsteller und Regisseur.
An Bord des nach Amerika aufgebrochenen Schiffs befinden sich neben Barrikadenkämpfern und revolutionären Theoretikern, schlesischen Webern und Huren auch Geistliche und Wissenschaftler. Während das Wasser an Bord knapp wird und eine Meuterei droht, kommen auf dem Ozean wieder alte und neue Konflikte zum Vorschein. Zu den Schauspieler des Abends gehörten unter anderem Max Hopp, Michael Schweighöfer, Anne Ratte-Polle, Horst Lebinsky, Silvia Rieger und Volker Spengler.
(sch / dpa)

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