
Vincent van Gogh: 120. Todestag des Impressionisten - Sternennacht
Quelle: flickr / ahisgett
Vincent van Gogh wurde am 30. März 1853 in Grrot-Zundern, Niederlande geboren. Er verstarb am 29.7.1890 in Auvers-sur-Oise, Frankreich. Sein Todestag jährt sich heute zum 120. Mal. Vincent van Gogh gilt als einer der Begründer der modernen Malerei. Sein Werk umfasst 864 Gemälde und über 1000 Zeichnungen, das stilistisch dem Post-Impressionismus zuzurechnen ist. Wie viele Künstler fanden seine Bilder zu Lebzeiten wenig Beachtung. Heutzutage hingegen erzielen seine Werke bei Auktionen Rekordpreise.
Vincent van Gogh lernte und arbeitet für Goupil in London und Paris. Einem Unternehmen für zeitgenössische Kunst. Seine Introvertiertheit, die seinen Mangel an sozialen Kompetenzen im Umgang mit Kunden verdeutlichte, führte im Jahr 1876 zu seiner Entlassung. In der Folgezeit versuchte er sich unter anderem als Lehrer und Laienprediger. Doch der tiefgläubige Vincent van Gogh wurde auch von der Kirche 1879 zurückgewiesen. Im Alter von 27 Jahren entschied er sich Maler zu werden.
Vincent van Gogh: Im Selbststudium zu einem der berühmtesten Maler der Welt
Autodidaktisch lehrt er sich selbst verschiedene Techniken der Malerei. Im Oktober 1880 zog es ihn nach Brüssel, wo er sein Selbststudium im Kontakt mit anderen Malern und Künstlern fortsetzte. Seine ersten Motive konzentrierten sich auf Landschaftsmotive, bäuerliche Arbeiten und das Leben von Arbeitern. Der in die Familie eingeheiratete Anton Mauve, führte ihn in die Aquarell- und Ölmalerei ein.
Im belgischen Antwerpen besucht Vincent van Gogh Kurse an der Kunstakademie. Ehemalige Mitstudenten beschreiben ihn als eigenwillig und Sonderling. 1885 verlegte er seinen Wohnsitz nach Paris, dem Herz der europäischen Kunstszene. Hier lernte Vincent van Gogh nicht nur zahlreiche Künstler des Zeitgeschehens kennen, unter anderem Paul Gaugin und Paul Signac, sondern auch den Impressionismus. Auf einer Gemeinschaftsausstellung mit Émile Bernard präsentierte er seine Werke erstmals der Öffentlichkeit. Die Reaktionen darauf waren zurückhaltend.
1888 siedelte Vincent van Gogh ins südfranzösische Arles über. Hier entstanden einige seiner berühmtesten Bilder, so auch die „Zwölf Sonnenblumen in einer Vase“. In Arles zog Paul Gaugin zu ihm. Ihre Künstlergemeinschaft währte jedoch nur zwei Monate, an deren Ende, in einem nie ganz geklärten Zwischenfalls, Vincent van Gogh sich ein Teil seines linken Ohres abschnitt. Die Aktion gilt als expressiver Ausdruck seiner schweren psychischen Depressionen. Im Anschluss daran wies er sich selbst in eine Nervenheilanstalt in Saint-Rémy ein. Die Malerei gehörte zu den Inhalten seiner Therapie.
Vincent van Gogh: Erste öffentliche Anerkennung noch zu Lebzeiten
In den Monaten September 1888 bis April 1889 reicht sein Bruder, Theo, Gemälde von ihm bei Ausstellungen für avantgardisitische Kunst ein. Erstmalig erfuhr Vincent van Gogh öffentliche Anerkennung für seine Werke. Im Frühjahr 1890 entliess er sich selbst und zog für seine letzten Lebensmonate nach Auvers-sur-Oise nahe Paris. Dort erlebte er seine letzte grosse Schaffensperiode. In 70 Tagen fertigte er 80 Gemälde und 60 Zeichnungen.
Am 27. 1890 setzte er seinem Leben durch eine Kugel selbst ein Ende. Zu seinen bekanntesten Werken zählen: Zwölf Sonnenblumen in einer Vase, Sternennacht, Zypressen, Das Nachtcafé, Weizenfeld unter einem Gewitterhimmel, Spaziergang im Mondlicht, Roter Weinberg, La Berceuse, Ernte in der Provence, Grabender in einem Kartoffelfeld, Das Schlafzimmer des Künstlers im Gelben Haus, Gemüsegärten auf dem Montmartre, Die Kartoffelesser, Boote am Ufer der Oise, Das weisse Haus bei Nacht, Der Rundgang der Gefangenen, Berglandschaft hinter dem Hospital Saint-Paul und die Zeichnung Kummer. (bpc)

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