Seit dem Saisonstart, also seit sechs Spielen wartet der Hamburger SV auf einen Sieg in der Fußball-Bundesliga. Nur einen mageren Punkt bedeutet Tabellenplatz 18 für den Bundesliga-Dino, der in seiner Clubgeschichte noch nie aus der Bundesliga abgestiegen ist. Doch Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia warnt vor den Gästen: "Das ist kein normaler Tabellenletzter, das ist eine Mannschaft, die von der Besetzung her zwischen Platz fünf und Platz zehn spielen kann".
Cardoso: "Ich mache keine Experimente!"
Ähnlich hat man das bislang auch in Hamburg gesehen, doch nun wird langsam umgedacht. Mit Michael Oenning entließ der HSV den ersten Bundesliga-Trainer der Saison 2011/12. Es zählt nur der Klassenerhalt. Als Interimstrainer wurde der ehemalige Hamburger Spieler Rodolfo Esteban Cardoso installiert. Der kündigte schon einmal an, dass es keine großen Umstellungen in der Mannschaft geben wird. "Ich mache keine Experimente." Vielmehr will sich der ehemalige Regisseur bei seinem Debüt als Bundesliga-Trainer auf seinen Instinkt verlassen. "Bisher hatte ich immer ein gutes Auge. Manche Spieler muss man hart anpacken, andere nicht so", erklärte der frühere argentinische Nationalspieler.
Cardoso: "Es wird keine großen Sitzungen geben!"
Cardoso appellierte an die Führungsspieler: "Die Spieler mit den bekannten Namen stehen in der Pflicht." Der ehemalige Trainer der Hamburger U23 will handeln, viel reden will er nicht. "Bei mir wird es keine großen Sitzungen geben. Ich denke, dass die Jungs davon in letzter Zeit schon genug hatten." Verzichten muss Cardoso bei seinem Debüt am Freitag auf Michael Mancienne (Muskelfaseriss), Denis Dieckmeier (Knie), Gojko Kacar (Nasenbeinbruch) und Paolo Guererro (Kapselverletzung).
Labbadia: "Man darf jetzt nicht spinnen!"
Beim Gastgeber aus Stuttgart tritt Trainer Bruno Labbadia nach guten Vorstellung und derzeitigen Platz sechs auf die Euphoriebremse. "Man darf jetzt nicht spinnen. Wir wissen, wo wir herkommen", erinnerte der Fußball-Lehrer an den Abstiegskampf der Vorsaison. Voraussichtlich setzt der 45-Jährige wieder auf seine Erfolgself vom 2:1-Derbysieg in Freiburg. Verzichten muss er weiterhin auf Matthieu Delpierre (Muskelriss), Julian Schieber (trainingsrückstand) und Georg Niedermeier (Ermüdungsbruch).
Voraussichtliche Aufstellungen:
VfB Stuttgart:
Ulreich - Boulahrouz, Tasci, Maza, Molinaro - Kvist, Kuzmanovic - Harnik, Gentner, Okazaki - Cacau
Hamburger SV:
Drobny - Bruma, Westermann, Rajkovic, Aogo - Jarolim, Tesche - Töre, Jansen - Petric, Son
Anpfiff der Partie ist am Freitag um 20:30 Uhr. Sie wird von Dr. Felix Zwayer geleitet. (jak / dpa)

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