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Verbraucher haben genug vom Verpackungsmüll

13. Februar 2018 • Finanzen

Düsseldorf – Die wachsende Flut von Verpackungsmüll stößt bei den deutschen Verbrauchern auf zunehmenden Widerwillen. Rund 95 Prozent der Befragten plädierten in einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung PwC dafür, die Materialmenge bei Verpackungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Über 80 Prozent fanden außerdem, dass bei Produkten wie Obst und Gemüse eine Verpackung grundsätzlich überflüssig sei. Die Hauptverantwortung für eine Reduzierung des Verpackungsmülls liegt nach Einschätzung der Verbraucher bei den Herstellern der Produkte. Erst an zweiter Stelle folgt der Handel, an dritter Stelle der Gesetzgeber. Nur wenige Verbraucher sehen die Hauptverantwortung bei sich selbst.

Die große Mehrheit der Befragten (94 Prozent) glaubt, dass bei vielen Produkten weniger Verpackungsmaterial ausreichen würde. Besonders bei Drogerie- und Hygieneartikeln sehen sie Übertreibungen – etwa die zusätzlich in eine Pappschachtel verpackte Zahnpasta-Tube.

Rund drei Viertel der Supermarktkunden achten nach eigenen Angaben beim Einkauf von Lebensmitteln inzwischen darauf, Produkte mit so wenig Verpackung wie möglich auszuwählen. Mehrweg-Verpackungen sind deshalb beliebt. Neun von zehn Verbrauchern begrüßen der Umfrage zufolge derartige Angebote. Doch hat die Sache einen Haken: Mehr als 40 Prozent klagen darüber, dass sie oft Probleme haben zu erkennen, ob sie eine Einweg- oder Mehrwegverpackung in den Händen halten.

Angesichts des Siegeszuges des Online-Handels und der damit verbundenen zusätzlichen riesigen Menge an Kartons, Folien und Kisten zeigten sich die Verbraucher auch grundsätzlich offen für neue Ideen zur Müllvermeidung im E-Commerce. Drei Viertel der Befragten würden zum Beispiel ein Mehrwegsystem bei Versandverpackungen gutheißen.

Fotocredits: Patrick Pleul
(dpa)

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