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14. März 2011, 11:43 Uhr
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US-Militär zieht sich zurück - Atom-Wolke gefährdet Soldaten

Der US-Flugzeugträger "USS Ronald Reagan" hat seinen humanitären Hilfseinsatz vor der Küste Japans abgebrochen. Als Grund nannte man die Tatsache, dass vom Kraftwerk Fukushima I eine schwach radioaktive Wolke ausgehe, die Soldaten seien in Gefahr.
Der US-Flugzeugträger
Der US-Flugzeugträger "USS Ronald Reagan" wurde von seinem Einsatz vor der japanischen Ostküste vorübergehend abgezogen.
Quelle: dapd/Kevin B. Gray/ Navy Visual News Service
Wie die US-Armee heute mitteilte, sei der Flugzeugträger mit allen zugehörigen Kräften vorübergehend von seinem Einsatz vor der japanischen Küsten abgezogen worden. Washington hatte bereits am Freitag mehrere Kriegsschiffe in die Krisenregion verlegt, um Hilfseinsätze, sowie den Transport von Lebensmitteln und schwerem Gerät unterstützen zu können.

US-Militär spielt Radioaktivität herunter

Vom Kraftwerk Fukushima I, wo derweil ein drittes Kühlsystem vor dem Versagen steht, gehe "ein niedriger Verschmutzungsgrad in der Luft" aus, hieß es in einer offiziellen Mitteilung der US-Navy. Angesichts der humanitären Katastrophe, die sich in Japan abzeichnet, deutet der Abzug der Einsatzkräfte jedoch auf eine ernstzunehmende radioaktive Belastung für die Marines hin.

Atom-Wolke über dem offenen Meer

Nach der zweiten Explosion in Fukushima I wehte der Wind in östliche Richtung, hinaus auf den Pazifik. Dabei gelangte offenbar radioaktives Material in Richtung der US-Streitkräfte vor der Küste. Bei ungünstigen Windverältnissen wäre die rund 250 Km von Fukushima entfernte Millionenmetropole Tokio gefährdert. Experten befürchten angesichts der ausgefallenen Kühlsysteme in bald drei Reaktorblöcken weiterhin einen nuklearen GAU. (phs)
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