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7. Januar 2011, 10:30 Uhr
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USA

US-Finanzminister: USA droht Staatspleite

US-Finanzminister Timothy Geithner warnte im Rahmen einer Kongresssitzung vor einem möglichen Staatsbankrott. Die Folgen im Falle einer Zahlungsunfähigkeit könnten demnach sogar weitaus verheerender als durch die Finanzkrise sein.
Anlass seiner eindringlichen Warnung ist der aktuelle Stand der US-amerikanischen Staatsschulden. Diese haben zum Jahresende die Marke von 14 Billionen Dollar überschritten. Somit könnte die gesetzlich festgelegte Obergrenze, welche 14,3 Billionen Dollar beträgt, bereits vor dem 31. März überschritten werde, sagte der US-Finanzminister.

Geithner fordert Erhöhung der Schuldenobergrenze

Nach seinen Angaben würden selbst außerwöhnliche Einsparmaßnahmen seitens der Regierung das Erreichen des Obergrenze lediglich um einige Wochen hinauszögern. Deshalb forderte er in Richtung Kongress das Schuldenlimit dringend vor dem Ende des ersten Quartals zu erhöhen. Andernfalls drohe die Zahlungsunfähigkeit, deren Konsequenzen die Finanzkrise übertreffen könnte.

Unterstützt werden seine Aussagen von Obamas Wirtschaftsberater Austan Goolsbee. Im US-Fernsehen warnte er ebenfalls vor katastrophalen Folgen und einer schlimmeren Wirtschaftkrise "als jene, die wir 2008 gesehen haben".

Republikaner: Erhöhung der Obergrenze nur bestimmten Bedingungen

Der republikanische Parlamentschef John Boehmer erklärte seine Bereitschaft zur Anhebung der Schuldenobergrenze, schließlich dürfen die USA "mit ihren Schulden nicht in Verzug geraten". Allerdings nur unter der Prämisse, dass es zu "konstruktiven Aktionen" komme. Dazu zähle unter anderem die Verringerung der Staatsausgaben.

Einsparungen bei der US-Armee

US-Verteidigungsminister Robert Gates, dessen Verteidigungsbudget den größten Teil des Haushalts ausmacht, kündigte bereits drastische Einsparungen an. Insgesamt 78 Milliarden Dollar sollen innerhalb von fünf Jahren eingespart werden. Ermöglicht werden soll dies mitunter durch eine Truppenreduzierung und die Streichung von diversen Verteidigungsprogrammen. (sek)
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Kommentare (16)
  1. DM schreibt:
    7. Januar 2011, 10:51 Uhr

    Was für ein Chaoshaufen diese Amerikaner. Statt das sich Republikaner und Demokraten endlich zusammenraufen, rufen sie eine neue Krise aus, die die Finanzmärkte wieder zu Boden reißt.

  2. Helmut Karsch schreibt:
    7. Januar 2011, 11:10 Uhr

    Die Kreditwürdigkeit der USA und ihres peversen FED Systems wäre schon längst im B-Ratingbereich, wenn die Rohstoffe vor allem die Energie nicht mehr in Dollar faktoriert würden sondern in anderen Währungen. Die eigene Währung durch Papierdruck derartig abzuwerten, um sich Handelsvorteile zu verschaffen wäre mit einem Schlag vorbei. Die Wertschöpfungsketten sind durch skrupellose Bänker und die wahren Herren der USA zerstört worden. Jetzt stoßen die USA an ihre Grenzen auch hinsichtlich der Überwälzung der Risiken auf andere Länder. Das goße Karthago führte 3 Kriege. Nach dem 1. war es mächtiger nach em 2. geschwächt und nach dem 3 nicht mehr da. Geschichte wiederholt sich .

  3. hans schreibt:
    7. Januar 2011, 11:35 Uhr

    so lang die Ratingagenturen ihren Sitz in den USA haben, braucht das Weiße Haus keine Abstufung zu befürchten, denn dass die Entscheidungen der Agenturen auch politisch motiviert sind, ist inzwischen jedem klar. Wann wird es ein europäisches Gegengewicht zu Fitch, Moodys und Co. geben?

  4. Adrian Hofer schreibt:
    7. Januar 2011, 11:39 Uhr

    Endlich nenn einmal jemand das Kind bei seinem Namen.
    Die Totale Überschuldung der USA
    Es wird wohl doch so kommen wie die USA befürchtet,
    das der EURO zur leitwährung wird.
    Und das is ein Alptraum der USA

  5. peter schreibt:
    7. Januar 2011, 11:39 Uhr

    das die englische billion im deutschen eine milliarde ist wäre nennenswert gewesen

  6. Hagen von Tronje schreibt:
    7. Januar 2011, 12:06 Uhr

    Die Usa erhöhen einfach die Schuldenobergrenze und weiter geht
    das Schuldenmachen,vieleicht läßt sich ja der Euro erneut
    niedrieger Bewerten und alle Politiker der USA sind zufrieden!
    Was kann schon passieren wenn die Eurobewerter im Land sind…

  7. mike schreibt:
    7. Januar 2011, 12:42 Uhr

    @Peter: hier ist die deutsche Billion gemeint !

  8. sek schreibt:
    7. Januar 2011, 12:49 Uhr

    @peter:

    Ihr Hinweis ist prinzipiell korrekt. Dennoch ist die im Artikel angebene Zahl korrekt. Laut englischsprachigen Medien beträgt die sogenannte “debt ceiling” (Schuldenobergrenze) “14.29 trillion dollars”.

  9. Sven schreibt:
    7. Januar 2011, 12:49 Uhr

    @peter

    Billion ist schon richtig. 14 Milliarden an Schulden wäre ja wohl auch ein bissl wenig. ;-)

  10. HanSolo schreibt:
    7. Januar 2011, 12:49 Uhr

    Hallo Peter,
    denk doch mal nach, macht diese Diskussion Sinn, wenn die USA Schulden i.H.v. 14 Millarden Dollar haben? Bin gespannt auf Dein Ergebnis.

  11. Gregor schreibt:
    7. Januar 2011, 12:50 Uhr

    @Peter
    Was Sie schreiben ist richtig, allerdings handelt es sich in diesem Fall tatsächlich
    nicht um 14 Milliarden sondern 14 Billiarden, oder wie der Amerikaner sagt: 14.300 Billion Dollars. Auf jeden Fall ein Wahnsinn.

  12. Tim schreibt:
    7. Januar 2011, 12:52 Uhr

    Sehr schlau Peter,
    wegen 14 Milliarden Dollar Schulden wird ne neue Wirtschaftskrise ausgerufen!
    Bei einem Verteidigungsbudget von 500 Mrd (mehr oder weniger?) US-Dollar fallen die auch richtig auf…

    Hier wird wohl eher von der deutschen Zahl Billionen geredet.

    Aber Deutschland kommt bestimmt auch hier als Retter angeflogen und kauft Staatsanleihen der USA…

  13. Gregor schreibt:
    7. Januar 2011, 12:53 Uhr

    @Peter
    sorry, ich meine 14 Billionen…

  14. Makiavelli schreibt:
    7. Januar 2011, 12:53 Uhr

    @Peter:
    Wenn hier ein Umrechnungsfehler vorläge, wäre die Obergrenze sicherlich nicht 14 Milliarden für die Verschuldung, da sonst nicht mal ein Bruchteil des Verteidigungshaushalts abgedeckt wäre. Hier ist tatsächlich Billionen gemeint.

    Ansonsten hast du natürlich recht, dass das englische Billion dem deutschen Milliarde entspricht.

  15. Paul schreibt:
    7. Januar 2011, 12:56 Uhr

    @Peter

    im Englischen wäre “one Billion” eine Milliarde, da es aber ein deuterscher Artikel ist, handelt es sich um Billionen von Dollar! 14,3 Milliarden US-Dollar Schulden wäre ein ziemlicher Klaks.

  16. Andy schreibt:
    7. Januar 2011, 13:02 Uhr

    @ peter:

    ich glaube kaum dass mit den 14 Billionen Dollar eigentlich 14 Milliarden gemeint sind.
    Du hast recht, wenn du sagts, dass “Milliarden” ins Englische übersetzt “billion” heißt.
    Allerdings ist ist dies ein deutscher Artikel!
    Weiterhin ist im selben Artikel auch von 78 Milliarden Dollar die Rede …

    Daher: 14 Billionen sind 14 Billionen

    PS:
    Sie festigen die Herrschaft
    durch bewältigen von Katastrophen -
    die sie inszenieren

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